Ammermühle Rottenbuch

Messer-Drohung: Asylbewerber rastet aus

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Total ausgerastet ist ein Asylbewerber in der Nacht von Samstag auf Sontag in der Unterkunft in der Ammermühle in Rottenbuch – der 23-jährige Syrer ging mit einem Messer auf den Security-Dienst los und musste schließlich von der Schongauer Polizei in die Arrestzelle gebracht werden.

Update vom 20. Oktober 2016: Wohin mit „schwierigen“ Asylbewerbern? Gängige Praxis im Landkreis ist es, Problemfälle in Unterkünfte mit Sicherheitskräften zu verlegen - auch in die Ammermühle.

Wie die Schongauer Polizei mitteilt, soll der Mann jetzt wohl in eine andere Unterkunft innerhalb des Landkreises verlegt werden. Bis dahin bleibt er bis zu drei Tage in Sicherheitsverwahrung – sprich, in der Arrestzelle der Schongauer Polizei. Sobald in der neuen Unterkunft ein Platz gefunden wurde, ist der Arrest aufgehoben. 

Entschieden hatte das eine Amtsrichterin am gestrigen Sonntagvormittag bei einer richterlichen Anhörung in Weilheim. Wegen Beleidigungen und Bedrohung wird der Staatsanwaltschaft München II eine Strafanzeige vorgelegt. Das hatte sich im Detail ereignet: Es war nicht das erste Mal, dass der junge Syrer in der Unterkunft Ammermühle gegen die Hausordnung verstoßen hatte. Einmal mehr hatte er in dieser Nacht im Zimer geraucht. Woraufhin er von den Security-Mitarbeitern angesprochen worden war. Einsicht: Fehlanzeige.

Der 23-Jährige wurde aggressiv. er beschimpfte das Wachpersonal und bewarf die Männer mit Gegenständen. Das Security-Team alarmierte die Schongauer Polizei. Während die im Anmarsch war, griff sich der Syrer ein Küchenmesser und ging damit langsam auf die Security-Kräfte zu. Zudem erklärte er, er wolle zu seinem Bruder nach Ulm. Sollte er in der Unterkunft in Rottenbuch bleiben müssen, würde er alles zusammenschlagen und es passiere etwas. Die Polizeistreife konnte den Mann überwältigen und nahm ihn in Sicherheitsgewahrsam.

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