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In Arbeit ist das neue Wildsteiger Baugebiet.

Aus dem Wildsteiger Gemeinderat

Neues Baugebiet: Bagger sind angerückt

Wildsteig - Die Wildsteiger dürfen sich auf ein neues Baugebiet für Wohnen und Gewerbe freuen. Die Bgger sind bereits angerollt.

Josef Taffertshofer war zufrieden: „Das läuft hervorragend“, gab Wildsteigs Bürgermeister im Dezember-Gemeinderat bekannt – und meinte damit die Erschließung des neuen Morgenbacher Baugebiets „In der Elle“, die noch rechtzeitig vor der Winterpause begonnen hatte. Kanal, Wasserleitungen und Regenwasserentsorgung sowie Leerrohre sind verlegt, listete Taffertshofer später auf Nachfrage auf.

Auch die Arbeiten an der zentralen Versickerungsanlage laufen. Denn darauf hatte die Gemeinde bei ihrer Planung gegenüber den Fachbehörden besonderen Wert gelegt: Die Wildsteiger wollten nämlich das Niederschlagswasser lieber versickern. Im Frühjahr soll dann der Straßenbau erfolgen. Der Rathauschef rechnet damit, dass ab Juni die Häuser errichtet werden können.

Die Gemeinde investiert rund 400 000 Euro in ihr neues Baugebiet. Allein 315 000 Euro standen im Haushalt 2016 für den Kanalbau bereit. Auf dem zwei Hektar großen Areal mit Südhanglage im Ortsteil Morgenbach, an der Ecke Birkenstraße/Straße zum Sportplatz, stehen 13 Parzellen bereit.

Die Kommune hat extra ein Mischgebiet angelegt: Zehn Grundstücke sind zum Wohnen gedacht, drei für Gewerbetreibende. Das Areal wurde im Bebauungsplan als Dorfgebiet eingetragen, um die landwirtschaftlichen Betriebe vor Einschränkungen durch die künftigen Nachbarn zu schützen.

Mit dem Baugebiet soll Wildsteig gerade bei jungen Familien attraktiv für die Zukunft gemacht werden, hatte Bürgermeister Taffertshofer das Projekt begründet.

Die Nachfrage sei da, hieß es stets. Laut Taffertshofer waren zum Jahresende bereits vier Baugrundstücke verkauft. Im August lag im Gemeinderat der erste Bauantrag auf dem Tisch: eine Tierarztpraxis samt Wohnhaus gingen einstimmig durch. Das Bauvorhaben läuft bereits.

Für ihr Baugebiet hatten die Wildsteiger einiges an Geduld gebraucht. Es war eine lange Planungszeit gewesen. Im März 2015 hatte der Gemeinderat einen Bebauungsplan beschlossen. Doch dann funkten die Fachbehörden dazwischen und stellten diverse Auflagen, vor allem die Ableitung des Regenwassers am Südhang war ein nervenaufreibendes Thema.

Zuletzt hatte sich das Projekt verzögert, weil es dauerte, bis die Kommune selbst Grundeigentümer wurde. Die Gemeinde geht damit ziemlich in Vorleistung: Immerhin rund 450 000 Euro hielt der Wildsteiger Haushalt für den Erwerb bereit.

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