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ausbau der bahnhofstraße peiting

Erster Bau-Abschnitt dauert bis Mitte Juli

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Peiting - In vollem Gange sind die Arbeiten in der Peitinger Bahnhofstraße. Diese soll komplett ausgebaut werden. Es ist der erste von insgesamt drei Abschnitten, in denen das Areal verschönert und verbessert werden soll. Ein Mammut-Projekt.

Von der Fahrbahn, wie man sie kennt, ist an einem Teil der Peitinger Bahnhofstraße nichts mehr zu sehen. „Die Arbeiter sind fast fertig, die Oberfläche herauszureißen“, so Gerhard Habersetzer vom Bauamt. Seit vergangenem Montag ist die Straße zwischen der Zufahrt Feuerwehr und der Einmündung in die Bergwerkstraße gesperrt. Auch ein Teil der Untereggstraße ist davon betroffen. Verkehrsteilnehmer müssen sich an die Umleitung erst noch gewöhnen. „Vor allem am ersten Tag hat es schon ein paar Probleme geben“, so Habersetzer. „Für viele Bürger ist es einfach der gewohnte Weg, den sie zurücklegen. Und manche schauen dann einfach, wie weit sie kommen.“

Momentan wird der Verkehr ortsauswärts über die Ramsauer Straße, Ammergauer Straße, August-Moralt-Straße und Bergwerkstraße umgelenkt. Die Umleitung in Fahrtrichtung Ortsmitte erfolgt über die Bergwerkstraße, August-Moralt-Straße, Ammergauer und Ramsauer Straße. Fußgänger und Radler werden per Beschilderung über das AWO-Gelände geführt. „Den Gehweg auf der anderen Seite werden wir so lange wie möglich freihalten. Irgendwann müssen wir dann aber in den sauren Apfel beißen und ihn auch zumachen“, so Habersetzer. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Juli an.

Beim Ausbau wird auch die Versorgung mit Breitband berücksichtigt

Damit ist es aber noch nicht getan: Wie berichtet, ist dies die erste von insgesamt drei Phasen, in denen das Areal erneuert werden soll. Zunächst ist der Teil bis kurz vor dem geplanten Kreisverkehr an der Kreuzung zwischen Raiffeisenbank und Bäckerei Sesar dran. Neben der Straße an sich werden auch Straßenentwässerung durch Versickerung, Kanalanschlüsse, Wasserleitung und die Beleuchtung erneuert. Auch die nötigen Rohre für Glasfaserkabel werden verlegt, um schnelles Internet möglich zu machen. Mit bearbeitet wird zudem der Parkplatz des Kreditinstituts. Hier sollen sowohl Zufahrt als auch die Anordnung der Stellplätze geändert werden. Die Kosten auf dem Raiba-Gelände trägt der Eigentümer.

Auch die Straßenbreite wird optimiert. So im Bereich der Wallfahrtskirche Maria Egg. „Dort haben wir momentan eine Breite von acht bis neun Metern“, so Habersetzer. Die soll auf 6,5 Meter verringert und dafür die Stellplätze tiefer gemacht werden. „Ähnlich wie im bereits ausgebauten Teil Richtung Ortsmitte. Dann bleibt mehr Platz zum rangieren“, erklärt er.

In den großen Ferien ist dann der Vorplatz der Bäckerei an der Reihe. „Hier wollen wir Pflastersteine verlegen, die auch in die Straße übergehen“, sagt Habersetzer. Dies habe sich am Hauptplatz bereits bewährt, um bei den Autofahrern die Geschwindigkeit herauszunehmen. In etwa zehn Wochen wird der Kapellenweg auf Höhe der Konditorei Sesar voll gesperrt.

Erst in einer dritten Bauphase nach den Ferien ist der Kreisel an der Reihe. Er soll die bislang recht unübersichtliche Kreuzung entschärfen, wie es bereits mit dem kleinen Kreisverkehr am Weilheimer Hof gelungen ist. Hierfür ist die Kreuzung Bahnhofstraße/Bergwerkstraße nicht mehr befahrbar.

Perspektivisch werden auch Bahnhofgebäude, inklusive Park & Ride Platz und auch das alte Bundeswehrgelände umgestaltet. Dort sind Wohnungen und ein Verbrauchermarkt angedacht.

Wie in der Haushalts-Sitzung des Gemeinderats verkündet, kostet die Gesamtmaßnahme knapp fünf Millionen Euro. Nach Abzug aller Einnahmen (Zuschüsse, Straßenausbaubeitrag der Anwohner) bleiben 1,5 Millionen Euro übrig, die voraussichtlich 2019 mit einem Darlehen ausgeglichen werden.

Gründe für den Ausbau:

Auf der gesamten Länge der Bahnhofstraße ist laut Verwaltung die Entwässerung schadhaft, so gibt es viele gebrochene Rohre. Die Asphaltflächen sind rissig, teilweise aufgebrochen und mit einer Stärke von drei bis zehn Zentimetern den heutigen Ansprüchen nicht mehr gewachsen. Auch die Einfassungen und wasserführenden Rinnen, sofern vorhanden, sind brüchig. Ab Bahnhofstraße 29/36 ist beidseitig in Richtung Kohlenstraße sowie ab Ferdinand-Reber-Straße bis Schönriedlstraße einseitig kein Gehweg, was geändert werden soll. Die bestehende Straßenbeleuchtung ist zudem teilweise veraltet. Ab Einmündung Bergwerkstraße bis Kohlenstraße wird sie über Dachständer-Leitungen versorgt. Diese Stromversorgung ist auch zwischen Ferdinand-Reber- und Schönriedlstraße vorhanden.

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