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Großer Aufmarsch: Innenminister Joachim Herrmann (Vierter von links) mit den Ausgezeichneten Paul Huber und Heimo Schmid (vorne von rechts) sowie Adolf Kapfer (hinten Zweiter von rechts). Mit bei der Verleihung in München waren Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman (hinten links) und die beiden Bernbeurer Bürgermeister Martin Hinterbrandner (hinten Zweiter von links) und Markus Socher (hinten rechts) sowie der stellvertretende Landrat Karl-Heinz Grehl.

Auszeichnung für langgediente Politiker

Schongau - 43 Persönlichkeiten, darunter drei aus dem Schongauer Land, haben in München aus den Händen von Innenminister Herrmann die Kommunale Verdienstmedaille in Silber überreicht bekommen.

Mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Gold, Silber oder Bronze werden jährlich Personen geehrt, die sich insbesondere durch langjährige Tätigkeit als kommunaler Mandatsträger oder in anderen kommunalen Ehrenämtern um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. „Die Bürger können Anregungen für diese Ehrung mit einer Darstellung der Verdienste bei der Gemeinde oder beim Landratsamt einreichen“, so Herrmann bei der Feierstunde. Diese und eigene Vorschläge geben die Gemeinden und Landratsämter über die Bezirksregierungen an das Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, dann weiter.

Unter den jetzt in München Ausgezeichneten war auch Schongaus langjähriger Zweiter Bürgermeister Paul Huber (64): „Er wurde vor 36 Jahren erstmals in den Schongauer Stadtrat gewählt, seither stellt er sich vorbildlich in den Dienst der Gemeinschaft und tritt für die Belange seiner und Mitbürger ein“, sagte Herrmann über Huber.

In 18 Jahren als Zweiter Bürgermeister habe sich der diplomierte Mathematiker vor allem als Finanzexperte einen Namen gemacht. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Stadtratstätigkeit seien die Baulandpolitik und der Erhalt der mittelalterlichen Altstadt gewesen. „Große Verdienste hat sich Paul Huber auch um die Pflege der Beziehungen zu den Partnerstädten in Frankreich, Italien, Belgien, England und Polen erworben.“

Ein weiterer Geehrter war Adolf Kapfer (78) aus Peiting: „Herr Kapfer hat sich in 48 Jahren verdienstvoll für den Markt Peiting und seine Bürger eingebracht. Als Fraktionsvorsitzender, als Referent und als Mitglied in verschiedenen Ausschüssen hat er die Entwicklung Peitings nahezu ein halbes Jahrhundert maßgeblich mitgestaltet“, so der Innenminister.

Kapfers besonderes Engagement galt auch dem sozialen Bereich. „Sowohl als Gemeinderat wie auch als langjähriger Vorsitzender des AWO-Ortsvereins hat er die sozialen Belange seiner Mitbürger nachdrücklich unterstützt und gefördert.“ Beispielhaft zu nennen seien das jährliche Familienfest, das Schüler-Ferienprogramm und die Peitinger Sozial- und Bürgerstiftung. Großen Anteil hatte Kapfer aber auch am Bau eines Seniorenheims in Peiting im Jahr 1975.

Der dritte Geehrte aus dem Landkreis Weilheim-Schongau war Bernbeurens langjähriger Bürgermeister Heimo Schmid (69): „Er stand drei Jahrzehnte als Erster Bürgermeister erfolgreich an der Spitze der Gemeinde Bernbeuren, hat sich mit enormen persönlichem Engagement in den Dienst der Gemeinde gestellt und gab den Anstoß zu vielfältigen Maßnahmen, die die positive Entwicklung der Gemeinde gefördert haben“, so Herrmann. Der Marktplatz wurde umgestaltet und saniert, das Umfeld der Schule und des Kindergartens mit Grünanlagen und Parkplätzen neugestaltet.

Auch die Hochwasserfreilegung von Bernbeuren wurde in der Amtszeit von Heimo Schmid in Angriff genommen und es wurde ein Hochwasserentlastungskonzept erarbeitet. „Hervorzuheben ist der auf seine Initiative hin erfolgte interkommunale Zusammenschluss von mehreren Gemeinden in der Auerbergland-Allianz, die sich die Stärkung des ländlichen Raums zum Ziel gesetzt hat.“ Als langjähriger Vorsitzender der Allianz habe Schmid großen Anteil am Erfolg von „Auerbergland“, wozu auch die Realisierung des Auerbergmuseums zählt. Dank seines Einsatzes wurde Bernbeuren im Jahr 2011 das Prädikat „Erholungsort“ verliehen.

Jochen Schröder

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