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Das Ende einer Ära beim Mutter-Kind-Turnen in Reichling: Bärbel Schwentzek (Mitte sitzend, rosa Pulli) hört nach 36 Jahren als Übungsleiterin auf. 

Bärbel Schwentzek verabschiedet

Das Ende einer Ära beim Mu-Ki-Tu in Reichling

Reichling - Mit großer Beliebtheit und immer wieder neuem Nachwuchs finden sich Mamas und Papas mit ihren Sprösslingen einmal in der Woche zum Mutter-Kind-Turnen (Mu-Ki-Tu ) in der Mehrzweckhalle Reichling ein. Nicht wegzudenken war 36 Jahre lang dabei Übungsleiterin Bärbel Schwentzek. Nun ist sie verabschiedet worden.

„Faszinierend, wie früh schon mit den kleinen Kindern wirklich geturnt werden kann, samt Windelpaket und Diddel“, erzählt Bärbel Schwentzek, die im Jahr 1980, inspiriert durch die eigenen Kinder, damals das Mu-Ki-Tu ins Leben gerufen hat. Die Sparte des SV Reichling ist bis heute bestens von ihr betreut worden.

„Ohne Scheu gingen seitdem die Jüngsten bereits an die Kleingeräte“ erzählt Schwentzek . „Mutter-Kind-Turnen ist ein Sprungbrett zum sich-Kennenlernen, sich gegenseitig Akzeptieren, erstmals in einer großen Gruppe mit unterschiedlichen Charakteren, sich einfügen, eingliedern und Spaß haben an der Turnerei.“

Der Grundstein für Bewegung, Turnen, Gemeinschaft, soziale Erfahrungen mit anderen Kindern wird in dieser Gruppe im Kleinkindesalter bereits gelegt.

Mit großer Beliebtheit und immer wieder neuem Nachwuchs haben sich in den vergangenen 36 Jahren Mamas und Papas mit circa 15 Sprösslingen regelmäßig zum Mu-Ki-Tu eingefunden. Die Nachahmung, der Lerneifer und der Ansporn seien gerade in diesem Alter sehr ausgeprägt, meint Schwentzek. Spielerisch wird nicht nur das Sportliche, sondern auch das soziale Verhalten unter den Kindern gefördert. „Sie werden herangeführt an Gerätschaften, Ringe, Sprossenwand, Minitrampolin und vielem mehr. Das Überwinden von Höhen und Tiefen meistern die Kleinen in der großen Gemeinschaft spielerisch.“

Schwentzek sieht das Mu-Ki-Tu als einen Einstieg in den Sportverein, der danach meist in alle Richtungen wie Mädchen- und Bubenturnen, Fußball oder Tennis weiterführt.

Das Reichlinger Turnerjahr richtet sich nach den Jahreszeiten: „So beginnen wir mit Schlittenfahrten am nahen Bruckberg, es folgt das heißersehnte Faschingsturnen und die Ostereiersuche bei einem Spaziergang“, schildert Schwentzek. Weitere Attraktionen seien die Picknick-Wanderungen und der Dreirad-Parcours.

„So nutzen wir unsere Sportstunde auch in der freien Natur draußen. Das Sommer-Abschlussfest war bei mir privat oder rund um die Tennishütte, Herbstwanderung, Nikolausturnen mit persönlichen Gedichten und Säckchen für jedes Kind gehörte auch dazu“, erinnert die Übungsleiterin an Aktionen und Turnstunden. Mit Fortbildungen und der Vorbereitung der Stunden hat die Übungsleiterin immer schon viel Freizeit investiert.

Beim traditionellen Nikolausturnen in Reichling ist Bärbel Schwentzek jetzt von der Mu-Ki-Tu-Gruppe verabschiedet worden. Neben einem Geschenkkorb bekam sie dabei eine Bildergalerie vom Turnenalltag der vergangenen Zeit. Der Sportvereinsvorsitzender Hermann Jahl war auch zum Abschied gekommen und kündigte „einen Dank an Schwentzek“ bei der Jahreshauptversammlung des Vereins an. Mit allerhand kulinarisch-adventlichen Leckereien endete die Stunde.

Und wie geht’s nun weiter beim Mutter-Kind-Turnen in Reichling? Ulrike Schwab aus Reichling wird die Gruppe zukünftig leiten. Sie ist auch Übungsleiterin und war selbst schon mit ihren Zwillingen bei Schwentzek in der Mu-Ki-Tu Gruppe. Im Januar nach den Ferien geht es wieder weiter: jeden Donnerstag von 15.30 bis 17 Uhr.

ale

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