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Vor allem zwischen Realschule und Gymnasium (links unten) fallen viele große Bäume der Motorsäge zum Opfer. Rot eingerahmt die größten Fäll-Bereiche.

Aus dem Stadtrat Schongau

66 Bäume müssen in Schongau dem Schulbau weichen

Schongau - Bevor es nächstes Jahr hoch hergeht mit den Bauarbeiten am Schulzentrum, wird die Säge vermehrt zum Einsatz kommen. Insgesamt 66 Bäume müssen gefällt werden, der größte Teil bereits in den kommenden Faschingsferien.

Beim Thema Bäume sind viele Bürger sehr empfindlich. Das hat Bürgermeister Falk Sluyterman (SPD) erfahren, als oberhalb des Köhler-Anwesens an der Bahnhofstraße der Hang unterhalb der Stadtmauer großzügig ausgelichtet wurde. Viele Bürger beschwerten sich und sprachen von einem Kahlschlag. Deshalb hat er jetzt im Stadtrat vorsorglich informieren lassen, was alles im Bereich des Schulzentrums geplant ist. „Denn ich kann mir vorstellen, dass in der Folge der ein oder andere Stadtrat darauf angesprochen wird“, so Sluyterman.

Sebastian Dietrich vom Bauamt zeigte auf einer Karte, wo die 66 Bäume weichen müssen. „Fällungen sind nur nötig, wo tatsächlich gebaut wird oder wo die Bäume im Bereich der Leitungen liegen.“ Die Stadtverwaltung hat sich viel Mühe gemacht, tatsächlich eine Baumbestandsliste mit 221 Bäumen in dem Bereich erstellt und Angaben zu Höhe und Stammumfang gemacht. So sind meist nur kleine bis mittelgroße Bäume betroffen, aber auch einige dicke Brummer: Zum Beispiel die große Kastanie am Eingang von der Lechenbauer-Straße sowie einige Fichten und Birken sowie ein riesiger Berg-Ahorn im Bereich zwischen Realschule und Gymnasium.

Die gefällten Bäume werden laut Dietrich nach Abschluss der Baumaßnahmen, also nach 2018, Stück für Stück ersetzt. Vorgesehen sind langlebige Großbäume wie Kiefern, Birken und Linden sowie Obstbaum-Hochstämme. „Die weiteren 155 Bäume auf dem Schulgelände und in der historischen Linden-Allee entlang der Bürgermeister-Lechenbauer-Straße lassen sich mit festen, unverrückbaren Baumschutzzäunen sichern.“ Allerdings müssen am Beginn der Lindenallee zwei Bäume weichen, weil sie unmittelbar im Bereich der künftigen Fernwärme liegen, die auch nicht anders verlegt werden kann.

Dass sich der Stadtrat mit den ohnehin unumgänglichen Baumfällungen beschäftigte, kam Roland Heger (UWV) allerdings übertrieben vor. „Das war der Wunsch des Stadtgärtners“, sagte Sluyterman, worauf Friedrich Zeller antwortete: „Manche Wünsche gehen nicht in Erfüllung.“ In diesem Fall schon.

Boris Forstner

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