Mit dem Auswechseln der Bahngleise zwischen Kinsau und Hohenfurch ist in diesen Tagen begonnen worden. Foto: Herold

Bahngleise zwischen Hohenfurch und Kinsau werden ausgewechselt

Hohenfurch - Die in den Schongauer Nachrichten angekündigten Arbeiten an der Gleisanlage zwischen Kinsau und Hohenfurch haben begonnen.

Ein Bautrupp der Bahn ist am Bahnhof in Hohenfurch beschäftigt, die Gleise in Teilstücke auseinanderzuschweißen. Diese werden dann von den alten Eisenschwellen entfernt und abtransportiert.

Nach Einsetzen der neuen Betonschwellen werden dann die bereitliegenden Schienenstränge in die Halterungen der Schwellen eingebracht. Der Oberbelag der Gleise ist in dem Bereich zwischen Hohenfurch und Kinsau stark abgenützt, was zum Teil auf die Steigung im Gelände zurückzuführen ist. Links und rechts der Bahnstrecke liegen die neuen Betonschwellen und Gleisstränge zur Auswechslung bereit.

Das Auswechseln der Gleise ruft bei Renate Marcinek (geb. Schmitz) aus Schwabniederhofen Erinnerungen an alte Eisenbahnzeiten wach - vor allem an den guten Service der Bahn. Sie erzählt folgende Geschichte: „1958 - ich war zwölf Jahre alt - war eine Großtante aus Scheidegg/Allgäu bei uns in Schwabniederhofen zu Besuch. Nachmittags wollte sie mit dem Zug ab Hohenfurch wieder zurück ins Allgäu fahren. Ich durfte sie zum Zug begleiten und so machten wir uns - mit Schmalz und Eiern in ihrer Tasche - rechtzeitig auf den 500 Meter langen Weg zum Bahnhof. Über allem Erzählen waren wir zwei etwas zu langsam unterwegs. So fuhr der Dampfzug vor uns in den Bahnhof ein. Wir hatten noch etwa 100 Meter zu gehen. Die Tante zu mir: ,Föhl, spring und sag: Er muaß waate!’ Ich los und zum Schaffner auf dem Bahnsteig, der mich kommen sah. ,Was isch, mogscht mit?’ - ,Na, i it, aber d’Tante und diea hat gsagt, du sollscht warte, sie kommt glei!’. ,Ja, dann wartet mir halt bis dia Tante do isch’, so der gute Mann, zufälligerweise auch ein Niederhofer, und zwar der im Februar diesen Jahres verstorbene Konrad Megele. Etwas außer Atem und mit einem Vergelt’s Gott! stieg die Tante in den Zug.“

hh

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