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Die Räder der Bahnfahrer stehen derzeit wenig ansehnlich an den bestehenden Zaun gelehnt. Die Stadt will deshalb neue Radlständer im Bereich des Parkplatzes links im Bild schaffen
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Blick nach Süden: Die bestehenden Radlständer sollen hergerichtet werden.
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Blick nach Norden: Auf der alten Laderampe sollen provisorische Parkplätze entstehen.

Stadtrat

Bahnhof bald attraktiv für Radler

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Die von der Stadt vorgestellten Planungen für Verbesserungen im Bahnhofs-Umfeld, die vor allem Radfahrern zugute kommen, sind am Dienstagabend im Stadtrat einstimmig genehmigt worden. Die Stadträte hatten noch viele weitere Wünsche, doch da musste die Stadtverwaltung oft mit dem Kopf schütteln.

Schongau – Bürgermeister Falk Sluyterman (SPD) weiß, dass es nicht der große Wurf ist, was die Stadt jetzt am Bahnhof plant. Denn der gern zitierte große Wurf unter anderem mit Busbahnhof und Aufenthaltsflächen im Osten der Gleise ruht derzeit, weil nicht alle Flächen im städtischen Besitz sind und unklar ist, was beim barrierefreien Umbau des Bahnhofs und der möglichen Verlängerung der Strecke zum Krankenhaus alles benötigt wird. „Aber es geht auch darum, ein Signal an die Bevölkerung zu setzen, dass sich dort etwas tut“, sagte er im Stadtrat.

Stadtbaumeister Sebastian Dietrich skizzierte anschließend noch einmal die geplanten Vorhaben, die man dank des Kaufs der alten Güterhalle im Süden und dem Zugriff auf die bisher verpachtete Laderampe im Norden hat. Dort sollen rund 20 Parkplätze entstehen, die recht einfach herzustellen sind. „Da braucht es vereinfacht gesagt nur einige Markierungen, das kostet weniger als 10 000 Euro“, so Dietrich. Der Bereich der alten Güterhalle könnte neben Parkplätzen auch eine Grünanlage umfassen, für die sogar Mittel der Städtebauförderung fließen könnten. Im MVV-Gutachten von 2013 ist der Bedarf an Park&Ride-Parkplätzen für den Schongauer Bahnhof laut Dietrich mit 54 bis 68 ausgewiesen worden, wovon noch 28 bis 42 fehlen, bei Bike&Ride wären es laut Gutachten 48 bis 56 Plätze, von denen noch 32 bis 40 geschaffen werden müssten.

Das soll unter anderem im direkten Vorbereich des Bahnhofs passieren, wo derzeit die Räder wenig ansehnlich an den Zaun gekettet werden. Weil die damit wegfallenden Parkplätze durch die Neubauten kompensiert werden, ist dort einiges möglich. Zugleich sollen die bestehenden, ebenfalls wenig ansehnlichen Radlständer im Süden des Bahnhofsgebäudes hergerichtet werden. „Die gehören Bahnhofsbesitzer Andreas Holzhey, aber wir sind mit ihm in Gesprächen“, so Dietrich. Künftig sei vorgesehen, den Bereich von Süden her zu erschließen, wo derzeit noch Wildwuchs herrscht. Neu ist die Idee, im Osten der Bahngleise einen temporären Parkplatz für Großereignisse wie Schongauer Sommer oder Volksfest einzurichten. „Da haben wir immer erhebliche Verkehrsprobleme“, weiß Dietrich.

Die Pläne kamen bei den Stadträten gut an. „Das sind sinnvolle Maßnahmen“, sagte Michael Eberle (CSU). Ihm ist wichtig, wenn mehr Radlplätze geschaffen werden, auch die Bahnhofstraße für den Fahrradverkehr zu ertüchtigen. „Wir werden das sicher aufnehmen und mit dem Staatlichen Bauamt, das zuständig ist, diskutieren, was möglich ist“, so Dietrich. Auch Friedrich Zeller (SPD) fand es „toll, dass die Stadt die Initiative ergreift“, sah den von Eberle geforderten Radweg, „der nirgendwo anfängt und aufhört“, aber kritisch. „Die Ecke dort ist sehr unübersichtlich, da brauchen wir ein gutes Konzept“, sagte Zeller. Er regte eine Unterführung von der Lechvorstadt Richtung Altstadt an, um das Wohnviertel besser anzubinden. Umgekehrt könnte das ein beliebter Weg zum Helgoland werden. „Wenn man das gut darstellt, bekommt man sicher eine bombige Förderung“, war sich Zeller sicher. „Das wird erhebliche Widerstände bei der Bahn geben, aber wir nehmen das auf“, sagte Dietrich.

Martin Schwarz (SPD) betonte, dass für alle, die aus Richtung Plantsch und den Schulen kommen, dringend eine zusätzliche Querungshilfe zum Bahnhof kommen müsse, auch wenn die bestehende Fußgängerampel nicht weit weg sei. Helmut Hunger (CSU) hätte gerne mehr Licht in der im Norden bestehenden, engen und düsteren Unterführung, während Bettina Buresch (ALS) am liebsten direkt über die Gleise gehen würde, wie es in Dießen möglich sei. „Da sagt die Bahn, das ist aus Sicherheitsgründen unmöglich“, so Sluyterman.

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