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Nicht sehr einladend schaut der Plantsch-Eingangsbereich aus, selbst ohne Baustelle. Jetzt soll der Eingang barrierefrei werden, also komplett ohne Stufen. Ob linkerhand Fahrradständer kommen und rechts die Betonmauer aus Sicherheitsgründen durch eine transparente Wand ersetzt wird, ist aber noch nicht entschieden.

Bauausschuss Schongau

Plantsch-Eingang soll attraktiver werden

Schongau - Komplett barrierefreier Eingang, zusätzliche Fahrrad-Parkplätze sowie mehrere weitere Änderungen – mit diesem Maßnahmen-Paket kam Plantsch-Chef Andreas Kosian in den Schongauer Bauausschuss. Nicht alle Wünsche wurden ihm sofort erfüllt.

Bei der Sauna-Erweiterung im Plantsch hat es schon die eine oder andere Überraschung gegeben. Recht kurzfristig stellte sich jetzt heraus, dass für die Verbindung von neuen und alten Leitungen der Eingangs-Vorplatz zum Teil aufgegraben werden muss. Da könnten doch dringend notwendige Sanierungen und Änderungen im Eingangsbereich des Plantsch idealerweise parallel miterledigt werden, dachte sich Plantsch-Chef Andreas Kosian. Im Bauamt wurde hektisch geplant, um den Stadträten für die Bauausschuss-Sitzung zumindest einen ersten Entwurf zeigen zu können.

Der sieht folgendermaßen aus: Der marode Betonplattenbelag, der im Winter mit Pfützenbildung mittlerweile auch gefährlich ist, wird ebenso entfernt wie die Treppen- und Podestanlage, die ebenfalls sanierungsbedürftig ist. „Damit wäre der Eingang ebenerdig, man bräuchte überhaupt keine Treppen mehr“, sagte Sebastian Dietrich vom Bauamt. „Insgesamt wäre es eine Aufwertung des Haupteingangs.“ Wie Kosian war auch er der Meinung, dass man Kosten sparen könnte, wenn das jetzt gleich erledigt wird und nicht die aufgerissene Fläche mühsam wiederhergestellt wird, um sie in einigen Jahren extra zu sanieren. Die Kosten bezifferte Dietrich auf 20 000 Euro, die zum Teil im Haushalt noch verfügbar seien, weil nicht alle geplanten sonstigen Maßnahmen dieses Jahr umgesetzt wurden.

Die Stadträte stimmten grundsätzlich zu – genauere Planungen sollen im Herbst folgen –, hatten bei zwei weiteren Vorschlägen Kosians aber Bedenken. Zum einen der Sichtschutz zum Betriebshof, der derzeit noch eine Betonmauer ist. „Der birgt ein nicht unerhebliches Gefahrenpotenzial, weil herunterlaufende Kinder direkt vor ausparkende Autos laufen können und nicht rechtzeitig erkannt werden“, so Kosian.

Ob die Mauer durch eine Glasplatte ersetzt wird, soll aber ebenso erst später entschieden werden wie die Frage, ob vor dem Haupteingang ein überdachter Radlständer für zehn bis zwölf Radler angelegt werden soll. Kosian hatte das als Wunsch von Gästen bezeichnet, doch Helmut Hunger (CSU) gefiel der Standort gar nicht. „Im Sommer stehen dann dort 40 Räder aufeinander, weil keiner mehr nach hinten fährt, wo es noch mehr Radlständer gibt“, fürchtete er. Das sei nicht das Problem, so Kosian – im Sommer habe man zum Teil mehr als 100 Räder, die alle im hinteren Bereich stehen. „Mir geht es um die Zeit, wenn schlechtes Wetter herrscht. Dann sollen die wenigen Radler ihr Gefährt unter Dach nahe des Eingangs abstellen können.“ Bürgermeister Falk Sluyterman hatte eher Probleme mit der finanziellen Seite, denn die zwölf Radlplätze sind mit 20 000 Euro veranschlagt. „Das sollten wir bei der Feinplanung im Herbst auch nochmal diskutieren.“

Boris Forstner

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