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Das alte landwirtschaftliche Rösch-Anwesen in Altenstadt soll abgerissen werden. So entsteht neuer Baugrund in einer Größe von 6000 Quadratmetern.

Gemeinde Altenstadt

Bauen mit Blick auf die Basilika

Altenstadt - Drei Wohnhäuser mit bis zu 42 Wohnungen und ein Gebäude für Gewerbe sollen auf dem Areal des landwirtschaftlichen Rösch-Anwesens  in Altenstadt entstehen. Nach dessen Abriss stehen dort rund 6000 Quadratmeter Baugrund zur Verfügung. Dem notwendigen Aufstellungsbeschluss hat der Gemeinderat zugestimmt.

Das Areal befindet sich zwischen der Jahnstraße und dem Friedhofsweg. Noch steht dort ein nicht mehr genutzter Bauernhof, ein Pferdestall und eine kleine Reitanlage.

Zu Friedhof, Basilika, Pfarrhaus und Kindergarten, der Schreinerei und dem Schreiner Café besteht ein ausreichender Abstand, wie mit Gerhard Abt der zuständige Architekt erläuterte. Die vorgesehene Bebauung des Areals hat seiner Ansicht nach keinen Einfluss auf das Umfeld. Allerdings sind wegen der unmittelbaren Nähe zur Basilika noch Gespräche mit dem Amt für Denkmalschutz notwendig.

Der Architekt aus Marktoberdorf befürchtet zudem, dass eventuell auch noch ein Gutachten verlangt werden könnte. „Die Behörden neigen dazu.“ Die bauliche Nutzung spiele dabei eine große Rolle.

Drei mögliche Varianten hat Gerhard Abt vorgestellt. Dabei ging es jeweils um die Art der Bebauung. Reihenhaus, Einzelhäuser oder gleich eine Wohnanlage. Der Bedarf an Wohnungen ist jedenfalls da.

Der Gemeinderat hat sich nach ausreichender Diskussion für die Variante mit den drei Wohnhäusern und einem Gebäude für kleines Gewerbe entschieden. Je Wohngebäude sind so zwischen zwölf und 14 Wohnungen in den dreigeschossigen Häusern vorgesehen. Seniorengerechte, kinderfreundliche und schwellenlose Gebäude sind dem Gemeinderat wichtig. In den hochtourigen Maschinen der nahegelegenen Schreinerei sieht Abt kein Problem, weil die Werkstatt nach Nordosten abgewinkelt ist. Dazu meinte Bürgermeister Albert Hadersbeck: „Der Betrieb darf nicht unter Zugzwang gebracht werden.“ Auch müsse jegliche Einschränkung von vorne herein ausgeschlossen sein. Auch dürfe eine etwaige Erweiterung des Betriebes durch die vorgesehene Wohnanlage dem Besitzer der Schreinerei nicht verbaut werden. „Schreinerei und Café müssen Perspektiven haben.“

Länger diskutiert wurde, in welche der beiden Straßen, Friedhofsweg und Jahnstraße, die Ausfahrten aus den Tiefgaragen angelegt werden sollte. Auf der Jahnstraße gehen die Kinder zur Schule und in den Kindergarten, auf dem Friedhofsweg ist in Richtung Basilika reger Verkehr. Tenor danach war, am besten aufgeteilt in beide Straßen. Gemeinderat Peter Filser vertrat übrigens die Ansicht, man müsse es schon dem Bauträger überlassen, was und wie er dort baut. „Der baut, was er verkaufen kann.“

Albert Hadersbeck war da ganz anderer Meinung. Die Richtung gebe der Gemeinderat vor. Klar war letztlich, dass auf dem Areal eine Mischung von Wohnen und Gewerbe gebaut werden soll und die Höhe aller vier Gebäude stimmig sein müsste. Der Aufstellungsbeschluss war der erste Schritt für die Bebauung. Im zweiten folgt die Vorstellung des Bebauungsplanes durch den Architekten auf der nächsten Sitzung des Gemeinderates.

wk

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