Der Plan für das Baugebiet „Nördliche Römerstraße – Eichenweg“: 16 Baugrundstücke und rechts Gewerbegebiet.

Bauplätze und Gewerbegebiet für Altenstadt

Altenstadt - Im Frühjahr 2016 soll in Altenstadt mit der Bebauung von 16 Grundstücken für Wohnhäuser und ein Gewerbegebiet begonnen werden.

Mit dem gründlich überarbeiteten Flächennutzungs- und Bebauungsplan für das Neubaugebiet „Nördliche Römerstraße - Eichenweg“ hat der Gemeinderat Altenstadt eine weitere Hürde genommen, damit im Frühjahr 2016 mit der Bebauung der 16 Grundstücke begonnen werden kann.

Es war eine mühevolle Arbeit, bis die beiden Pläne mit den Stellungnahmen der Behörden und der Träger öffentlicher Belange durchgearbeitet waren. 27 Seiten Bebauungsplan, 18 Seiten Flächennutzungsplan. Zeile für Zeile hat mit Werner Schmidt der zuständige Stadtplaner aus Brannenburg die jeweiligen Stellungnahmen vorgelesen. Und zudem ausführlich erläutert. Dabei hatten beim Bebauungsplan 14 und beim Flächennutzungsplan 17 Behörden und Träger öffentliche Belange angenehmerweise keine Bedenken.

Stadtplaner Werner Schmidt.

Ausführlich hat sich dagegen das Sachgebiet Fachlicher Naturschutz, Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt zu Wort gemeldet. Durch die Errichtung der Entwässerungsanlagen dürfe es zu keiner Beeinträchtigung der im Bebauungsplan festgesetzten Begrünung kommen. Entwässerungsplanung und Freiflächengestaltung seien aufeinander abzustimmen. Pro 300 Quadratmeter angefangene Grundstücksfläche wird ein Baum empfohlen. Zudem sollte die Pflanzenauswahlliste überarbeitet werden. Da seien falsche Namenszuordnungen drin.

„Die falsche Bezeichnung und Verwechslung der Pflanzliste werde redaktionell berichtigt“, sagte Schmidt. Der Sachbereich Städtebau im Landratsamt kritisiert den Hinweis, dass je Wohneinheit zwei Stellplätze erforderlich sind. Dies lasse den Eindruck entstehen, die Vorgaben würde auf die Herstellung von zwei Stellplätzen reduziert.

Die Regierung von Oberbayern empfiehlt, 2,5 der insgesamt 5,2 Hektar großen Fläche als Wohnbau- und eingeschränkte Gewerbefläche auszuweisen. „Das Wasserwirtschaftsamt hat groß ausgeholt“, meinte der Stadtplaner. Vier Seiten Stellungnahmen zum Thema Niederschlagswasser und dessen Versickerung. Die Aufnahmefähigkeit des Untergrundes sei mittels Sickertest nachzuweisen.

Das gehe auch ohne Sickergruben, meinte Gemeinderat Peter Filser. „Wir schütten Wasser auf den Humus, der schluckt alles.“

Die Handelskammer für München und Oberbayern begrüßt die weitere Ausweisung von Gewerbeflächen in Altenstadt. Es wäre wünschenswert, auf den neu entstehenden Gewerbeflächen vor allem kleinen und mittelständischen Betrieben durch kleinteilige Parzellierung eine Ansiedlung zu ermöglichen. Genau das sieht die Gemeinde im Bebauungsplan vor.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten weist vorsichtshalber schon mal darauf hin, dass ortsübliche landwirtschaftliche Emissionen zu dulden sind. Die Polizeiinspektion Schongau bemängelt, dass der „verkehrsberuhigte Ausbau“ nicht konkretisiert worden ist. Bei der Planung, so der Hinweis, sollten hierbei entsprechende bauliche Maßnahmen berücksichtigt werden. Zudem sollten im Gewerbegebiet die bauliche Abgrenzung mittels Bordstein zwischen Gehweg und Fahrbahn berücksichtigt werden. „Diese Empfehlungen werden bei der Erschließungsplanung berücksichtigt“, meinte Werner Schmidt.

Keine Stellungnahmen sind bei der Gemeinde nach der obligatorischen Bürgerbeteiligung eingegangen. „Wir werten das als Einverständnis“, sagte Bürgermeister Albert Hadersbeck. Zum Schluss der durchgearbeiteten Stellungnahmen hat der Gemeinderat das Bauleitverfahren zur Aufstellung des Bebauungs- und des Flächennutzungsplanes „Nördliche Römerstraße - Eichenweg“ , die öffentliche Auslegung sowie die erneute Beteiligung der Behörden und der sonstigen Träger öffentliche Belange beschlossen. Das Planungsbüro Schmidt wurde mit der Durchführung des Verfahrens beauftragt.

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