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Ab Montag bekommt die Kundenhalle der AOK Schongau Glaskabinen und ein neues Dach. 

Baustelle in Kundenhalle

AOK-Gebäude: Neues Dach und mehr Diskretion

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Schongau - Neuer Geschäftsstellen-Leiter, neues Dach und neue Büroräume: Die AOK-Geschäftsstelle in Schongau wird ab Montag zur Großbaustelle – ein kostspieliges Projekt bis Mitte November.

Während andere Krankenkassen reihenweise ihre Filialen schließen, Beratungsgespräche für Kunden nur noch telefonisch und online anbieten, setzt die AOK in Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen auf persönliche Kundenberatung vor Ort.

Die Schongauer Geschäftsstelle ist dafür jedoch nicht wirklich geeignet. „Es haben sich immer wieder Kunden beschwert“, sagt AOK-Beiratsvorsitzender Manfred Neupfleger. Und zwar über mangelnde Diskretion. Während der Kunde seinem Berater die Krankheitsgeschichte erzählt, kann der hinter ihm wartende alles mithören. Das soll sich nun ändern.

"Lauter als in einer Bahnhofshalle"

Ab Montag werden um die Beratungsschreibtische Glaskabinen aufgebaut, die dem Kunden mehr Privatsphäre gewähren. Gleichzeitig profitieren davon die Mitarbeiter, die in diesem Großraumbüro tätig sind. „Wenn alle gleichzeitig telefonieren, steigert sich der Lärmpegel manchmal so hoch, dass es dort lauter ist als in einer Bahnhofshalle“, sagt AOK-Personalchef Stephan Graf, der vergangenen Donnerstag nicht nur die Lösung dieses Lärm- und Privatsphären-Problems präsentierte.

Reinhold Rosenauer, 39, aus Peiting, ist ab sofort Leiter der AOK-Geschäftsstelle Schongau. 

Seit sich die Statik-Auflagen wegen des Eishallen-Einsturzes in Bad Reichenhall geändert haben, ist die Traglast der AOK-Dachkonstruktion in Schongau unzulässig. „Das Dach ist sogar so kompliziert konstruiert, dass der Statiker die Traglast gar nicht genau ausmessen konnte“, sagt Graf. Geschätzt wird die maximale Last auf 100 Kilogramm pro Quadratmeter – exakt halb so stark wie von den neuen Auflagen verlangt. Deshalb bekommt die Schongauer Kundenhalle im Zuge der Umbaumaßnahmen auch ein neues Dach, das auf die geforderte Traglast von 200 Kilogramm pro Quadratmeter ausgelegt ist.

Bauprojekt kostet rund 700 000 Euro

Insgesamt sollen Umbaumaßnahmen und Neuerungen  rund 700 000 Euro kosten und bis Mitte November andauern. Währenddessen wird das Kundenbüro in den direkt angrenzenden Bewegungsraum, der über einen seitlichen Eingang über das Parkdach zugänglich ist, verlegt.

Zwar fallen dafür Yoga und Rückenschule aus, die Kunden werden aber weiterhin persönlich beraten. Außer in der Woche vom 4. bis 8. April, wenn das Dach abgerissen wird. „Aus Sicherheitsgründen wäre es sinnvoll, für diese Woche keine Beratungstermine vor Ort auszumachen“, sagt Reinhold Rosenauer (siehe Foto), der seit kurzem neuer Geschäftsstellenleiter in Schongau ist.

js

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