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Auch die Katze hatte sich sichtlich erschreckt: Den räudigen Fuchs fotografierte jüngst der Sachsenrieder Rudi Kögel in seinem Garten. 

Kein schöner Anblick

Von Katzenfutter angelockt: Räudiger Fuchs schleicht durch Sachsenried - „Sah wie Hyäne aus“

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Ein räudiger Fuchs hat jüngst in Sachsenried für Aufsehen gesorgt. Das kranke Tier schlich durch den Garten von Gemeinderat Rudi Kögel, der es fotografierte.

  • Vermutlich war der Fuchs von Katzenfutter angelockt worden. 
  • Die Gemeinde bittet Anwohner, das Füttern im Freien zu unterlassen. 
  • Die Jäger haben die Lage insgesamt aber im Griff.

Sachsenried – „Der Fuchs hat ausgesehen wie eine Hyäne“, beschrieb Rudi Kögel jüngst seinen Kollegen im Schwabsoier Gemeinderat den schlimmen Anblick des kranken Wildtiers, das durch seinen Garten geschlichen war. Kögel vermutet, dass der Fuchs durch Futter angelockt worden war, das einige Leute im Ort für die umherstreunenden Katzen bereitstellen. Kögel bat darum, das einzustellen. Bürgermeister Siegfried Neumann und die anderen Gemeinderäte schlossen sich der Bitte an.

Fuchs in bayerischem Garten: Jäger hätte das Tier gerne von seinem Leid befreit

Das Bild von dem Fuchs hatte einen Tag nach der Sichtung auch Jürgen Pache erhalten. Er ist einer der zuständigen Jäger im Gemeinschaftsjagdrevier Sachsenried. Pache bedauert, dass er nicht schon früher von dem räudigen Fuchs erfahren hatte. Dann wäre er mit seinem Hund vorbeigekommen, hätte die Spur des Tieres aufnehmen und den Fuchs gegebenenfalls „von seinem Leiden erlösen können“, sagt er. Direkt vor Ort hätte er das aber nicht machen können. Zwischen Gebäuden dürfe man generell nicht schießen, betont er.

Räudige Füchse sind ständig auf der Suche nach Futter

Dass der Fuchs in den Ort gekommen war, wundert den Jäger nicht. Räudige Füchse seien ständig auf der Suche nach Futter, weil sie permanent Energie verlieren. Die Jäger sollten versuchen, sie zu bekommen, berichtet Pache. Das sei aber gar nicht so einfach, weil sie sich oft unter Gebäuden verkriechen würden. Im vergangenen Frühjahr habe er das auch direkt an der Jagdhütte erlebt. Der Jagdhund stöberte den kranken Fuchs auf, die Jäger konnten ihn erlösen.

Auch Hunde können Räude bekommen, tödlich ist sie für sie aber nicht

Ganz ungefährlich ist die Räude Pache zufolge auch für die Hunde nicht, weil der Parasit auf sie übergehen kann. Tödlich sei das zwar nicht, „aber wir müssen mit dem Hund zum Tierarzt“. Auch Füchse sterben dem Jäger zufolge nicht zwangsläufig an der Hautkrankheit. Bei dem Tier im Garten von Rudi Kögel sei der Befall aber so stark, dass es ihn nicht überleben werde, meint der Experte. Auf den Menschen geht die Milbe, die die Räude verursacht, glücklicherweise generell nicht über.

Kranker Fuchs im Garten zum Glück ein Einzelfall

Die Sichtung des kranken Fuchses in Sachsenried ist nach Angaben Paches zum Glück ein Einzelfall. In den vergangenen zehn Monaten wurde in dem Revier lediglich ein einziges krankes Tier erlegt, ein zweites jetzt gesichtet. Die Jäger geben außerdem darauf acht, dass die Population der Füchse nicht zu groß wird. Rund 20 Tiere wurden seit dem Frühjahr 2019 erlegt, berichtet der Jäger.

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Kommentare

Histo PathoAntwort
(0)(0)

Es ist eindeutig belegt, das das Immunsystem eine wesentliche Rolle spielt...ihre Behauptungen sind falsch....vielleicht mal andere zeitschriften lesen, wie "Jagd und Hund"?

Histo PathoAntwort
(0)(0)

Ich hatte alleine im Studium fast 1 Jahr nur mit Gesetzen zu tun, ich weiss darüber genaustens Bescheid. Ich habe mir sogar mal die Mühe gemacht ihre Behauptung ...der Jäger muss den Bestand ausdünnen...aufzugreifen...es ist nämlich wissenschaftlich belegt, das der Jäger durch sein Eingreifen noch dazu beiträgt das sarcoptes sich weiter ausbreitet...zitatanfang...Interessanterweise hat sich auch im Hinblick auf die Sarkoptesräude gezeigt, dass Füchse nach
durchlebtem Befall eine erhöhte Resistenz gegen die Milben ausbilden können [76]. Bei der
Fuchsjagd kommen daher sicherlich auch Füchse um, die bereits eine Resistenz gegen Räude
ausgebildet haben oder anlagebedingt weniger anfällig für Räude gewesen wären. Die genetische
Ausstattung, die diesen Tieren das Überleben der Räude ermöglicht oder sie vor einer Ansteckung
bewahrt hätte, wird dabei mit ausgelöscht (Fehlselektion). Weiterhin wird der Fuchsbestand durch
die intensive Bejagung sehr jung gehalten. Alte Füchse, die im Laufe ihres Lebens ein starkes
Immunsystem aufbauen konnten und gegen viele Krankheiten besser bestehen können als ihre
jungen Artgenossen, gibt es aufgrund der Bejagung kaum. In Deutschland sterben die meisten Füchse
bereits vor ihrem ersten Geburtstag (Hauptsächlich durch Straßenverkehr oder Jagd), und die
durchschnittliche Lebenserwartung liegt deutlich unter 2 Jahren [11] [59], während ein Rotfuchs in
Gefangenschaft eine Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren hat [18].
Da es durch Bejagung zu steigenden Geburtenraten und damit einem größeren Anteil
reviersuchender Jungfüchse kommt, erhöht sich darüber hinaus das Risiko, dass die Räudemilben im
Rahmen von Revierkämpfen übertragen und in neue Gebiete eingeschleppt werden.
Während es also keinen Grund zu der Annahme gibt, dass Bejagung die Räude eindämmt, legen
Erkenntnisse über Sozialverhalten und Populationsdynamik von Füchsen nahe, dass genau das
Gegenteil der Fall ist. Intensive Bejagung erhöht also womöglich sogar die Wahrscheinlichkeit, dass füchse an sarcoptes erkranken...zitatende...ausserdem ist auch belegt, das die Fuchsdichte überhaupt nicht angestiegen ist, wie die Jäger gerne behaupten...der Mensch sieht immer nur einen Fuchs durch die stadt streichen und meint dann das wir soviel füchse haben ...das ist aber Blödsinn....und da gibts noch viele andere Probleme durch die Jägerschaft, durch das der Fuchs in arge Bedrängnis kommt.....weniger füchse ....heisst auch mehr vogelgrippe, tularämie, myxomatose....mehr gibts dazu nicht zu sagen....

Histo PathoAntwort
(0)(0)

Ich glaube sie wollen es einfach nicht verstehen. So auf die Art verwirr mich nicht mit Tatsachen ...meine Meinung steht fest. Wir haben in der Tiermed schon immer wildtiere versorgt, sei es ein schwacher Igel, ein angefahrener Mäusebussard oder halt einen Fuchs, den man einfach auf sarcoptes behandelt....und anscheinend muss ich es nochmals schreiben, ich brauch dazu den fuchs nicht einzufangen, ich muss ihn nicht mal anfassen....um eine erfolgreiche Behandlung durchzuführen....in meiner ersten antwort steht doch alles!