Zwischen der neuen Stockbahn (vorne) und den Tennisplätzen könnte die Beach-Volleyball-Anlage entstehen. Grundsätzlich sahen die Schwabsoier Gemeinderäte das Vorhaben positiv, eine Entscheidung wurde aber vorerst vertagt. Foto: Schröder

Beachvolleyball-Platz erst einmal vertagt

Schwabsoien - Grundsätzlich positiv stehen die Schwabsoier Gemeinderäte dem Antrag zur Errichtung eines Beach-Volleyball-Platzes am Sportgelände gegenüber. Beschlossen haben sie ihn aber trotzdem (noch) nicht.

Fast fertiggestellt sind die Arbeiten am Sportgelände in Schwabsoien. Dort ist eine zehn Meter breite und 30 Meter lange Eisstockbahn entstanden. Um diese möglich zu machen, ist das ursprünglich abfallende Gelände, auf dem bislang das Festzelt des Faschingsvereins und die Beach-Party der Sportler stattfanden, abgefangen und befestigt worden (wir haben berichtet).

Da im Zuge dieser Baumaßnahmen ohnehin Erdbewegungen am Sportgelände stattfanden und -finden, würde es sich anbieten, über einen kurzfristig eingegangenen Antrag aus der Bevölkerung zu entscheiden, sagte Schwabsoiens Bürgermeister Konrad Sepp in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Denn dem Gremium lag Antrag einer Gruppe Schwabsoier zur Errichtung eines Beach-Volleyball-Platzes am Sportgelände vor, untermauert mit einer rund 30 Namen zählenden Unterschriftenliste.

In dem Antrag wird gefragt, ob es nicht möglich sei, einen acht mal 16 Meter großen Sandplatz mit einem etwa fünf Meter breiten Umfeld anzulegen, genau in dem passenden Grundstück zwischen der neuen Eisstockbahn und den Tennisplätzen. „Der Platz wäre eine Bereicherung für die Gemeinde und seine Bürger und könnte auch für andere Sportarten genutzt werden“, zitierte Sepp aus dem Schreiben.

Die Antragsteller versprechen, für die Instandhaltung und Sauberkeit der Anlage zu sorgen. „Aus Kostengründen haben sie zudem angeboten, dass der Platz auch kleiner, also sechs mal 14 Meter mit einem zwei Meter breiten Umfeld, werden könnte“, so Sepp weiter. Die Kosten für die Anlage, bestehend unter anderem aus speziellem Quarzsand, den Masten und dem Netz, beziffern die Antragsteller auf rund 6000 Euro, wobei der Sand der größte Kostenpunkt sei und vielleicht noch Sponsoren gefunden werden könnten.

Wie Sepp erklärte, habe er sich im benachbarten Erbenschwang informiert, wo eine vergleichbare Anlage stehe, die ebenfalls privat betrieben werde. „Die wird sehr gut angenommen.“ Der Rathauschef zeigte sich ganz auf der Linie der Antragsteller und sagte, dass er diese Anlage sowie deren Betrieb „nicht dem Sportverein aufdrücken“ wolle. „Denn der Verein sieht es ohnehin skeptisch und hat es schwer, alle Interessen der einzelnen Abteilungen unter einen Hut zu bekommen.“ Und wenn es mit dem privaten Betrieb gut laufe, könne man doch nichts dagegen haben.

Und auch für die Finanzierung hatte Schwabsoiens Rathauschef eine Idee: „Wir haben die 6000 Euro natürlich nicht im Haushalt eingeplant“, erklärte Sepp. Man könne aber die 5000 Euro, die der Sportverein für das Platzherrichten heuer bekomme, kurzfristig für den Beach-Platz hernehmen, und den Sportlern das Geld dann im nächsten Haushaltsjahr anweisen.

Grundsätzlich positiv sahen den Antrag auch die Schwabsoier Gemeinderäte, hakten aber an einem Punkt nach: „Ich bin schon dafür, so etwas zu machen“, meinte etwa Konrad Leichtle. „Aber ohne Zaun bleibt der Sand wohl nicht lange sauber.“ Ins gleiche Horn stieß Herbert Wohlhaupter: „Ohne Zaun sehe ich keine Chance.“ Zudem fand er den Vorschlag, den Platz in private Hände zu geben, nicht so gut, „da es die Initiatoren ja nicht ewig gibt“. Dazu der Bürgermeister: „Es kommen ja neue junge Menschen nach, und wir sollten als Gemeinde in so einer Sache auch mal Vorreiter sein.“ Und: „Wenn so ein Platz in Schwabsoien funktioniert, könnte man soetwas ja auch in Sachsenried machen.“

Konrad Leichtle warf eine andere Frage auf: „Was machen wir, wenn eine andere Gruppe Bürger mit einer Unterschriftenliste kommt und will einen Platz für eine andere Sportart haben?“

In der Debatte wurde deutlich, dass der Gemeinderat grundsätzlich für die Errichtung einer Beach-Volleyball-Anlage sei. Aber da gerade in Sachen Umzäunung und Kosten noch Klärungsbedarf bestehe, wurde eine Entscheidung mehrheitlich abgelehnt. Bei einem Ortstermin wollen sich die Gemeinderäte am morgigen Donnerstag ein genaues Bild machen, um bei der nächsten Gemeinderatssitzung zu entscheiden.

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