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Bergwacht rettet Gleitschirmflieger

Steingaden - Ein Penzberger (43) ist am Sonntag bei einem Gleitschirmunfall am Buchenberg schwer verletzt worden. Er kam mit Wirbelverletzungen ins UKM Murnau.

Wie die Polizei mitteilte, war der Mann gegen 13.30 Uhr vom Buchenberg aus in Richtung Ammergebirge gestartet. Bei der Rückkehr gegen 14 Uhr geriet der Flieger in Turbulenzen, wobei eine Schirmhälfte einklappte. „Durch dieses Manöver verlor der Gleitschirm an Höhe und änderte schlagartig die Flugrichtung“, teilte das Polizeipräsidium Schwaben mit. Der 43-Jährige prallte gegen eine Fichte und blieb dort schwer verletzt hängen.

Der Penzberger wurde von den Bergwachtbereitschaften Steingaden-Peiting und Füssen, die gegen 14.15 Uhr alarmiert worden waren, geborgen. Die Helfer, sechs Mann aus der Bergrettungswache Steingaden und ein Kamerad aus Füssen, stiegen nach dem Eintreffen umgehend auf. „Es war ein schwieriges Waldgelände“, berichtet Bereitschaftsleiter Josef Schleich. Zum Glück hing der Verunglückte nicht allzu hoch im Baum, die Bergwachtler konnten ihn vorsichtig herunterholen. Der Schwerverletzte wurde in einer Gebirgstrage zu einem geeigneten Landeplatz für den Hubschrauber transportiert, wo er vom Notarzt versorgt und nach Murnau geflogen wurde. Die Bergwachtler bargen danach den Gleitschirm, nach zwei Stunden war laut Schleich der Einsatz beendet.

Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschten mit 8 Grad Temperatur, Ostwind sowie 15 bis 20 km/h Windgeschwindigkeit eigentlich „gute Bedingungen“, hieß es gestern bei der ermittelnden Polizeiinspektion Füssen. Der Penzberger besaß eine Fluggenehmigung aus dem Jahr 1994 und galt damit als erfahren.

Es war zum Glück der einzige Einsatz der Bergwacht Steingaden-Peiting am Wochenende, berichtet Schleich. Man habe am Buchenberg die Füssener Kameraden unterstützt - diese waren nämlich zum gleichen Zeitpunkt am Säuling im Einsatz gewesen: Dort war eine Bergwanderin (30) 200 Meter in die Tiefe gestürzt und gestorben.

Andreas Baar

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