Das Orga-Team Zukunftswerkstatt (von links): Simone Michel, Bernbeurens Bürgermeister Martin Hinterbrandner, Janina Bauer und Michael Schilling. Foto: FKN

In Bernbeuren: Gemeinsam für Kinder engagieren

Bernbeuren - Großes vor hat die Gemeinde Bernbeuren: Am Sonntag, 1. Februar, ist das erste große Treffen für die „Zukunftswerkstatt Kinderfreundliches Bernbeuren“.

„Maßnahmen für unsere Kinder sind Investitionen in die Zukunft“ - ein Satz, den alle Kommunalpolitiker so wohl unterschreiben würden und der natürlich auf keiner Veranstaltung zur Zukunft der Kommunen fehlen darf, wie Bernbeurens Bürgermeister Martin Hinterbrandner es formuliert. Die Realität sieht jedoch leider oft anders aus. Angesichts klammer Kassen und erdrückender Pflichtausgaben stünden Kinder- und Familienprojekte über den Kindergarten oder als Sachaufwandsträger von Schulen hinaus meistens weit hinten auf den gemeindlichen Prioritätenlisten. Dabei sei die Bereitschaft nicht nur von Eltern und Großeltern, sondern aus der gesamten Dorfgemeinschaft groß, sich mit Zeit und Tatenkraft zu engagieren.

Das Problem, das Hinterbrandner hierbei sieht: Häufig sind die Ideen der Kommunalpolitiker nicht die gleichen, wie bei den betroffenen Eltern. Um beides zusammenzuführen und diese Kluft zu überwinden, gibt es nun die Zukunftswerkstatt „Kinderfreundliches Bernbeuren“. Vor allem an Eltern richtet sich die Zukunftswerkstatt. Sie können ihre Themen und Projekte benennen, mit denen sie Bernbeuren in Sachen Kinder- bzw. Familienfreundlichkeit nach vorne bringen wollen. Es soll aber nicht beim „man sollte mal und man müsste doch“ bleiben, bekräftigt Hinterbrandner. Nach einer Themensammlung werden für die drei bis vier interessantesten Themen auch konkrete Vorschläge überlegt, wie zeitnah, am besten noch 2015, eine Verbesserung gegenüber heute erreicht werden kann.

Dabei komme es auf das Miteinander an und nicht das Verweisen auf andere Zuständige. „Die Bernbeurer Bürgerinnen und Bürger bieten ihre Mitarbeit - und die Gemeinde soll sie dabei so unterstützen, dass diese Arbeit auch nachhaltigen Sinn macht“, gibt Bürgermeister Hinterbrandner vor.

Ein positives Beispiel aus dem vergangenen Jahr gibt es schon. In den Sommerferien hatten zahlreiche Freiwillige, ob nun Gemeinderäte oder Handwerker, die Schulturnhalle mit einem Schallschutz versehen (wir berichteten). Die Materialkosten, die durch Spenden nicht gedeckt werden konnten, trug die Gemeinde.

Vorbereitet werde die Zukunftswerkstatt schon in guter Zusammenarbeit aus bürgerschaftlichem Engagement und Gemeindeverwaltung, so der Rathauschef. Hierfür hat sich mit Janina Bauer (Mitglied im Vorstand Förderverein Kindergarten und Schule), Simone Michel (Mitglied im Elternbeirat Kindergarten), Michael Schilling (engagierter Vater aus Bernbeuren) und Bürgermeister Hinterbrandner ein Organisations-Team zusammengefunden, das die Fäden fest in der Hand hält.

Info: Interessierte Bürger und alle, die mithelfen wollen, treffen sich am Sonntag, 1. Februar, um 14 Uhr in der Schule in Bernbeuren. Es gibt auch ein Kinderprogramm und eine Kinderbetreuung.

re

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