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Hier soll ein großer Parkplatz entstehen, der zur Wohnbebauung links mit einem Streifen abgegrenzt ist. Der Bereich des Wendehammers im hinteren Teil soll rückgebaut werden, denn die Zufahrt zum Parkplatz soll weiter vorn erfolgen. Auch so wird die Wohnbebauung entlastet.

Aus dem Gemeinderat Bernbeuren

Heuberger will erweitern

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Bernbeuren - Das Autohaus Heuberger erweitert im kommenden Jahr. Geplant ist eine kleine neue Halle. Diese soll zwischen der derzeitigen Werkstatt und der Pflegehalle gebaut werden. Geändert wird außerdem die Zufahrt zu den Parkplätzen.

Der Bauherr, die Autohaus Heuberger GmbH, will und muss mit seinem Bauantrag den neuen Anforderungen von Volkswagen an seine Nutzfahrzeuge-Arbeitsplätze gerecht werden. Gelöst wird dies, in dem eine kleine, verwinkelte, rund 100 Quadratmeter große Halle zwischen die bereits bestehenden Gebäude gesetzt wird. Um diese realisieren zu können, waren seitens des Gemeinderates in der jüngsten Sitzung einige Befreiungen vom Bebauungsplan notwendig.

Über eine Baugrenzenüberschreitung der Nutzfahrzeughalle von insgesamt 0,1 Quadratmetern wurde gar nicht weiter diskutiert. Weil durch die Errichtung der Halle Parkplätze wegfallen, aber für die Arbeitsplätze neue Parkflächen ausgewiesen werden müssen, werden die Parkflächen neu angeordnet und erweitert und außerdem eine Zufahrt verlegt. Die Zufahrt vom Wendeplatz soll es künftig nicht mehr geben, dafür wird eine neue vom Riedleweg aus angelegt.

Für die Anwohner hat es Vorteile

„Für Anwohner bringt das insgesamt eine Verbesserung mit sich“, führte Bürgermeister Martin Hinterbrandner aus. Nicht nur, dass teilweise der Zufahrtsverkehr entfalle, auch würden die neuen Stellplätze schall- und sichttechnisch besser abgeschirmt. Teilweise werden Flächen asphaltiert.

Vom gültigen Bebauungsplan abgewichen wird auch bei der Dachform. Statt der festgesetzten roten Ziegel oder Betondachsteinen mit Dachüberstand wird ein Flachdach ohne Dachüberstand und einer Eindeckung mit grauen Betonsteinplatten bzw. Kies beantragt. Oliver Sprenzel hinterfragte, welche Linie die Gemeinde hinsichtlich der in Wohngebieten geforderten Flachdachbegrünung etwa bei Carports fahren wolle. Schließlich seien die Kosten für eine Begrünung deutlich teurer. Bei einem bekiesten Flachdach für einen Carport würden beispielsweise lediglich 200 bis 300 Euro anfallen, bei einem begrünten dagegen rund 3500 Euro.

Gleichbehandlung und Sonderbetrachtung

Er verstehe zwar die Argumentation Sprenzels sehr gut, alle Bürger der Gemeinde nach dem Gleichheitsprinzip zu behandeln, aber natürlich müsse man zwischen Gewerbe- und Wohnbebauung unterscheiden, betonte nicht nur Gemeinderat Erich Kraut. Bürgermeister Hinterbrandner griff den Einwand dennoch auf. Für Wohngebiete sollten die Regelungen bleiben wie bisher, aber bei Mischgebiet müsse die Gemeinde sich künftig diesbezüglich Gedanken machen. In diesem Fall liege das Areal Heuberger zwar in einem Mischgebiet, der bestehende Gewerbebetrieb müsse aber natürlich gesondert betrachtet werden – wie Bauten im Gewerbegebiet Straßfeld.

Um den Bau realisieren zu können, muss es noch eine Abstandsflächenübernahme geben – auf einer Seite des Grundstücks läuft der Weidenbach. Der Antragsteller muss hierfür Grund erwerben. Auch trägt er die Kosten für den notwendigen Straßenrückbau.

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