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100 Jahre Trachtenverein „D‘Auerbergler“: Bernbeurer haben zünftig gefeiert

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Mit dem „Auftanz“ und der „Kreuzpolka“ eröffnete der Bernbeurer Trachtler-Nachwuchs die Tanzdarbietungen in der Auerberghalle.
Mit dem „Auftanz“ und der „Kreuzpolka“ eröffnete der Bernbeurer Trachtler-Nachwuchs die Tanzdarbietungen in der Auerberghalle.  © Kindlmann

100 Jahre Trachtenverein „D’Auerbergler“ Bernbeuren: Anlass für den 264 Mitglieder zählenden Verein, dieses Gründungsjubiläum mit einem zum Anlass passenden Programm in der Auerberghalle gebührend zu feiern.

Bernbeuren – Zwölf Vorstände waren es in den 100 Jahren Trachtenverein Bernbeuren. Der Gründungsvorstand war Anton Fichtl. Seit drei Jahren ist Georg Hiltensberger als Vorstand für den Trachtenverein verantwortlich. Vor den 260 Besuchern, Ehrengästen und den vier Vorständen der befreundeten Trachtenvereine aus der näheren Umgebung sprach Hiltensberger beim Festabend über den Auftrag der Trachtenvereine.

Pflege alter Tänze und Lieder

„Wir wollen die alten Sitten und Bräuche erhalten, vor allem die christlichen Bräuche.“ Dazu gehöre die Pflege alter Tänze, das Platteln, Singen und Spielen alter Lieder. „Aber ich glaube, am wichtigsten ist die Gemeinschaft.“ Gerade nach zwei Jahren Pandemie habe das jeder gemerkt. Geselligkeit, miteinander Ratschen, singen, Musik machen, tanzen und platteln, „einfach , a Gaudi machen“: All’ das habe in den zwei Jahren wohl jedem gefehlt.

Bernbeurens Trachtler-Chef Georg Hiltensbger zog Bilanz.
Bernbeurens Trachtler-Chef Georg Hiltensberger zog Bilanz. © Kindlmann

„Drumm fangen wir jetzt an zu tanzen und lustig zu sein. Das gemeinsame Singen kommt vielleicht später, so wie ich die jungen Leute kenne, so der Trachtler-Chef. Für den tänzerischen Auftakt sorgten die Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins mit dem „Auftanz“ und der „Kreuzpolka“. Die Aktiven des Vereins begeisterten mit dem Vereinsplattler „Birkenstoaner Glöckle“. Es folgten noch Auftritte des Patenvereins aus Stötten und des Patenvereins „D’Lechgauer Prem“. Für den musikalischen Takt waren die „Gruppe „Senfkristallmusik“ und die Vereinsmusikanten zuständig.

Zwölf Männer gründeten den Verein

100 Jahre Vereinsgeschichte packten der Vorstand und etliche Ausschussmitglieder in einem Sketch zusammen. Zwölf Mannsbilder waren es, die damals unter Anton Fichtl den Verein gegründet haben. „Warum eigentlich nur Männer“, wollte ein weibliches Ausschussmitglied wissen. „Mei, das waren halt noch andere Zeiten“, meinte der Kollege nebenan.

Diese Auerberg-Trachtler fassten 100 Jahre Vereinsgeschichte in einem Sketch zusammen.
Diese Auerberg-Trachtler fassten 100 Jahre Vereinsgeschichte in einem Sketch zusammen. © Kindlmann

1926 war Fahnenweihe. Mit dabei 21 Vereine und fünf Musikkapellen. Bereits fünf Mal hat der Verein das Gaufest ausgerichtet. Zuletzt 2012 zum 90-jährigen Jubiläum des Vereins.

Hubert Guggemos vom Trachtenverein Burggen indes war es vorbehalten, zum Jubiläum ein Präsent zu überreichen. „Eine finanzielle Unterstützung für die Jugendarbeit“, so sein Kommentar. Seine Empfehlung: „Gebt es bald aus, dann habt Ihr noch was davon“.

Tracht ist Leben

Es war ein zünftiger Abend mit deftigen Brotzeiten. „Die spendiert der Verein“, meinte Hiltensberger. Die 100 Jahre seien von einem regen Vereinsleben geprägt gewesen. Der Verein lebe und sterbe mit dem Zusammenhalt, ist sich der erste Vorstand sicher und wünschte viel Freude mit der Tracht: „Tracht ist Leben.“

Am 17. Juli, das hat der Vorstand schon mal angekündigt, ist auf dem „Kreuzbichel“ im Brunnhof ein festlicher Gottesdienst mit anschließendem Frühschoppen geplant. Beginn ist um 10.15 Uhr.

Walter Kindlmann

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