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Agnes Harsch aus Bernbeuren ist neue Pfarrhelferin in Seeg

Agnes Harsch aus Bernbeuren jetzt Pfarrhelferin in Seeg

„Glaube hat mich aufgefangen und getragen“

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Die Bernbeurerin Agnes Harsch ist neue Pfarrhelferin in der frisch gegründeten Pfarreiengemeinschaft Seeg. Sie steht damit Pfarrer Wolfgang Schnabel zur Seite. Der Schongauer hat zum 1. September die Leitung der Pfarrereingemeinschaft übernommen.

Bernbeuren Am kommenden Samstag, 23. September, beauftragt der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa Agnes Harsch gemeinsam mit neun weiteren Pfarrhelfern, Gemeindereferenten und Pastoralreferenten für den pastoralen Dienst im Bistum Augsburg. Vier Tage lang haben sich die zehn neuen Mitarbeitern gemeinsam in einem Kloster auf die Aussendungsfeier vorbereitet. „Ein Rückblick auf das bisherige Leben und ein Ausblick auf das, was kommen wird“, berichtet die 48-Jährige über diese gute Zeit.

Aufgewachsen in Bernbeuren, absolvierte Agnes Harsch nach dem Realschulabschluss in Schongau eine Lehre als Einzelshandelskauffrau und lebt noch heute mit Mann und drei Söhnen in dem Dorf am Fuße des Auerbergs. Seit 1989 arbeitet sie bereits bei der Gemeinde Bernbeuren, nach Weiterbildung als Kassenverwalterin und als Kämmerin.

2011 entschloss sie sich dann, Theologie zu studieren. „Ich war immer schon in der Pfarrei Bernbeuren als Ehrenamtliche tätig gewesen“, erinnert sie sich. Gerade durch die Kinder wurde die Arbeit für die Kirche intensiviert, sie war zum Beispiel hauptverantwortlich im Firmunterricht tätig, war Lektorin, Pfarrgemeinderatsmitglied. „Ich habe gemerkt, dass es mir ganz tief Freude macht, wenn ich mit anderen Menschen über Gott reden kann, weil er mir in meinem Leben viel Kraft gegeben hat“, beschreibt es die Bernbeurerin. Auch sie sei von Schicksalsschlägen nicht verschont worden. „Nach der großen Leere hat mich aber mein Glaube aufgefangen und getragen. Das möchte ich gerne an die Menschen weitergeben“, so die 48-Jährige.

Konsequent verfolgte sie ihr Ziel, absolvierte ihr Studium binnen von sechs Jahren, arbeitete aber parallel auch weiter in Teilzeit bei der Gemeinde Bernbeuren. Dorthin hatte man sie wegen des Personalmangels wieder zurückgeholt. Schon ihr Praktikumsjahr absolvierte Agnes Harsch in Seeg, legte dort auch die praktische Prüfung ab. In den vergangenen beiden Jahren war sie in der Pfarreiengemeinschaft Steingaden tätig, war dort als Pfarrhelferin zur Berufseinführung angestellt. „Ich habe einfach gemerkt, das ist genau mein Weg.“ Die letzte Prüfung legte Agnes Harsch im Juni in Augsburg ab. Schon zum 1. September trat sie ihre Stelle als Pfarrhelferin in der neu gegründeten Pfarreiengemeinschaft Seeg, der fünf Pfarrgemeinden angehören, an. Zeitgleich übernahm Pfarrer Wolfgang Schnabel, ein Schongauer, die Leitung der Pfarreiengemeinschaft. Die offizielle Amtseinführung Schnabels und seines Pastoralteams war am Sonntag gefeiert worden. Auch eine Abordnung Schongauer Pfarrer, neben Schongaus Stadtpfarrer Norbert Marxer auch die ehemaligen Stadtpfarrer Bernhard Mooser und Josef Fickler, war nach Seeg gefahren.

Die offizielle Aussendungsfeier für Agnes Harsch beginnt am Samstag um 9.30 Uhr im Hohen Dom zu Augsburg. Diesem Termin sieht sie mit Spannung entgegen. „Es ist schon ein besonderer Moment, vom Bischof ausgeschickt zu werden, Gottes Wort weiterzutragen.“

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