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Für die Planung und Durchführung der ersten Jugendosternacht auf dem Auerberg erhielt die KLJB Bernbeuren, vertreten durch (2. von links) Christian Lieb, Elisabeth Schwarz, Franziska Ehlich und Kathrin Zillenbiehler, von Domkapitular Wolfgang Hacker (links) und Bezirksrätin Renate Deniffel (rechts) den Spirituellen Sonderpreis.

Aktivitäten  gewürdigt

Landjugend Bernbeuren räumt beim Bischof-Simpert-Preis ab

Die Katholische Landjugend Bernbeuren wurde als der Abräumer des Bischof-Simpert-Preises 2016 bezeichnet, denn sie konnte als Verein nicht nur den Spirituellen Sonderpreis mit nach Hause nehmen, sondern sie trug gemeinsam mit anderen kirchlichen Gruppen zum Gewinn des Hauptpreises durch den BDKJ-Kreisverband Ostallgäu bei.

Bernbeuren – Der Bischof-Simpert-Preis für selbstverantwortete Aktivitäten junger Menschen wurde heuer zum 20. Mal vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Augsburg und dem Katholische Jugendwerk (KJW) im Haus St. Ulrich vergeben. Eingereicht werden konnten Projekte aus dem Jahr 2016. Mit 13 Bewerbungen hatte die Jury um Domkapitular Wolfgang Hacker, Bezirksrätin Renate Deniffel, Redakteur Josef Karg (Augsburger Allgemeine), Stefan Schröter (KJW-Vorstandsmitglied), Christian Wüst (KLJB- Diözesanverband Augsburg) und Markus Geßler (BDKJ- Stadtverband Kaufbeuren) keine leichte Entscheidung.

Nach einer Andacht in der Hauskapelle startete die Preisverleihung. BDKJ-Vorstandsreferentin Teresa Jetschina stellte in einem Film alle Projekte vor und lud die einzelnen Gruppierungen auf die Bühne, um ihnen eine Teilnehmerurkunde und 50 Euro fürs Mitmachen zu überreichen.

Als es an die Vergabe der drei Preise ging, stieg die Spannung. Zuerst wurde der mit 250 Euro dotierte Innovationspreis an die GCL-JM in der Diözese Augsburg für ihr Projekt „Serve! – Jetzt bist du dran!“ verliehen. In dem geschützten Rahmen einer WhatsApp-Gruppe, tauschten sich hier Jungs und junge Männer über den eigenen Glauben, über Bibelstellen, aber auch über alltagsrelevante Themen aus dem persönlichen oder gesellschaftspolitischen Bereich aus.

Spiritueller Sonderpreis 

Als der Spirituelle Sonderpreis an der Reihe war, scherzte Christian Lieb von der KLJB Bernbeuren am Tisch noch: „Leute, wir müssen gleich aufstehen.“ Als dann tatsächlich die 1. Jugendosternacht auf dem Auerberg als Sieger verkündet wurde, war der Jubel groß. Lieb trat mit den Landjugenddamen Elisabeth Schwarz, Franziska Ehlich und Kathrin Zillenbiehler auf die Bühne. Die Freude über den ebenfalls mit 250 Euro ausgelobten „Spiripreis“ war riesig, denn dass die Jugendosternacht mit dem höchsten Jugendarbeitspreis der Diözese ausgezeichnet wurde, bestätigte die Organisatoren erneut, denn es gab damals auch kritische Stimmen. Natürlich wurde auch diese Osternacht mit allen liturgischen Teilen gefeiert, aber eben speziell für Jugendliche ansprechend und verständlich aufbereitet gestaltet. Auf die Frage, ob die Projektidee wiederholt wird, konnte die Landjugend gleich den Stand der Planungen für 2017 bekanntgeben. Der Verein hat sich jugendliche Verstärkung aus den umliegenden Auerberggemeinden geholt, und die Vorbereitungen laufen. Diesmal wird der Versuch gewagt, am Ostersonntag, 16. April, in der Früh um 5.30 Uhr zu feiern.

Die vier Landjugendler verließen die Bühne, und Vorsitzende Elisabeth Schwarz meinte: „Da hat sich das Herfahren schon gelohnt.“ Danach stand die Verkündung des Bischof-Simpert-Preises an. Schon bei der Begründung der Jury schauten sich die Bernbeurer wieder ungläubig an. Die Schlagworte passten auf die zweite Bewerbung von Lieb, die er im Namen des BDKJ-Kreisverbands Ostallgäu abgegeben hatte. Verdutzte Blicke und dann riesiger Jubel. Die Bernbeurer erhielten den Hauptpreis im Wert von 500 Euro für den Kreisverband.

Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

Wer sich nun wundert, wie Bernbeuren und das Ostallgäu zusammenpassen, der muss wissen, dass es im Landkreis Weilheim-Schongau keine KLJB-Kreisrunde gibt und die grenznahen Bernbeurer sich Kaufbeuren angeschlossen haben. Lieb und Ehlich wirken beide in der Kreisvorstandschaft mit. Mit „Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit – was kann Jugendarbeit leisten?“ versuchten sie, Jugendliche in den verschiedenen Ortsgruppen zu motivieren, Kontakt zu den Helferkreisen aufzunehmen, Informationen zu sammeln und kleine Aktionen mit und für die Flüchtlinge zu starten.

Auch hier war die Landjugend Bernbeuren vorne mit dabei, denn sie besuchte die Asylbewerber nicht nur auf dem Auerberg, sie organisierte auch einen „Stammtisch International“ am Pfarrfest, damit die Flüchtlinge in die Gemeinschaft geholt werden und auch bei einem großen öffentlichen Fest die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme leichter abgebaut wird.

Kathrin Zillenbiehler 

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