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„Auerberg-Klassik“ 2022: Oldtimer-Motorrad-Spektakel mit Umwelt-Note

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Von: Jörg von Rohland

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Ein echter Hingucker 2019 : Paul d’Orleans und „Retro-Cat“ Sandra mit der sehr seltenen Sunbeam „Crocodile“, die er den Auerberg hinauf fuhr.
Ein echter Hingucker 2019 : Paul d’Orleans und „Retro-Cat“ Sandra mit der sehr seltenen Sunbeam „Crocodile“, die er den Auerberg hinauf fuhr. © Martin Ratkovic

Die Veranstaltung ist längst kein Geheimtipp mehr: Das „Auerberg Klassik“ gilt vor seiner dritten Auflage im September längst als das Treffen der Oldtimer-Motorrad-Freunde schlechthin. Bei den Gleichmäßigkeitsläufen in Bernbeuren geht wieder ein Feld der Extra-Klasse an den Start. Die Nachfrage nach den Plätzen ist enorm.

Bernbeuren – Das Veranstaltungs-Team um Initiator Hermann Köpf kann sich wieder die Rosinen herauspicken. Wer bei „Auerberg Klassik“ dabei sein will, muss ein besonderes Motorrad mitbringen, die Teilnahme an den Wertungsläufen ist begrenzt. Kurz vor Meldeschluss zählte Köpf auch dieses Jahr wieder mehr als 300 Anmeldungen, nur 200 Startplätze werden vergeben. Bevorzugt sind Straßen-Rennmotorräder mit Historie.

Bekanntlich knüpft das heuer zum dritten Mal stattfindende Spektakel an die legendären Auerbergrennen an, die von 1967 bis 1987 in Bernbeuren ausgetragen worden waren. Hunderte Fahrer und Tausende Besucher kamen schon damals zu der kurvigen Strecke auf den Auerberg, „um packenden Motorsport zu sehen“, wissen die Mitglieder des eigens gegründeten Vereins „Auerberg Klassik“. Sie sind mit den Rennen aufgewachsen und haben sie neu belebt.

2019 zog die Veranstaltung 10.000 Zuschauer in ihren Bann

Zur ersten Neuauflage 2017 kamen 7000 Besucher nach Bernbeuren, 2019 waren es 10.000. Man darf getrost davon ausgehen, dass es heuer am 10. und 11. September noch mal mehr werden; denn die Fachpresse schwärmt: Niemals zuvor habe er in Deutschland ein so hochkarätiges Starterfeld an Vorkriegsmotorrädern gesehen, sagte 2019 ein Motorrad-Journalist, den die Fachzeitschrift „Curves“ zitierte. Angeführt worden war das Fahrer-Feld damals von dem amerikanischen Motorrad-Historiker Paul d’Orléans auf einer „Sunbeam Crocodile“, Baujahr 1925 – ein sehr seltenes Exemplar, das man für gewöhnlich nur noch im Museum findet.

Eine „Sunbeam Crocodile“ und andere Raritäten werden auch in diesem Jahr wieder den Auerberg hinaufsausen. Bei den Gleichmäßigkeitsläufen kommt es nicht auf die Geschwindigkeit an, sondern darum, zwei Fahrten möglichst in derselben Zeit auf den Asphalt zu legen. Eine kniffelige Aufgabe, die 2019 Max Kuypers am besten löste. Mit einer Zeitdifferenz von nur 0,406 Sekunden wurde er damals „Bergkönig 2019“.

Auch drumherum ist viel geboten

Faszinierend wird heuer auch wieder das „Drumherum“ am Auerberg. Dafür soll vor allem der „Best-Dressed-Wettbewerb“ sorgen, zu dessen Teilnahme die Besucher mit ermäßigtem Eintritt animiert werden. Es lohnt sich also, in Omas und Opas Kleiderschrank zu wühlen und sich in epochengenaue Schale zu schmeißen. Die besten Outfits werden mit Preisen belohnt.

Im Ortskern von Bernbeuren wird die Besucher ebenfalls jede Menge Nostalgie erwarten: Eine Ausstellung mit Leihgaben des Deutschen Zweirad- und NSU-Museums Neckarsulm, dem Hockenheimring-Museums, des TOP Mountain Timmelsjochmuseums sowie privater Sammler ist geplant. Zudem gibt es einen Ausstellerbereich mit aktuellen Motorrad-Modellen, Hauptpartner ist „Indian Motorcycle“.

Und auf noch eine Besonderheit verweisen die Veranstalter, die diesmal auf den Klimaschutz Rücksicht nehmen wollen: Interessierten Teilnehmern soll synthetisch hergestelltes Rennbenzin bereitgestellt werden, mit dem der CO2-Ausstoß minimiert werden kann: „Wir sehen es als unsere Pflicht, unsere Motorsportveranstaltung in dieser beliebten Ausflugsgegend so klimaneutral wie möglich zu gestalten“, sagt Hermann Köpf. Und: „Wir freuen uns, einen Partner gefunden zu haben, der unsere Veranstaltung als Leuchtturm-Projekt in puncto Nachhaltigkeit unterstützen wird.“

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