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Zurück am Ort des Erfolges: Die Rennfahrer Ludwig Nieberle (2.v.li.) und Ali Kaba (2.v.re) mit Werner Maier (re) und Helmut Gehlert (li.).

Sonderausstellung im Museum Bernbeuren

Geschichte des Auerbergrennens

Eine Sonderausstellung über 50 Jahre Auerbergrennen & 50 Jahre Thurner RS Sportwagen ist derzeit im Auerbergmuseum zu sehen.

Bernbeuren – Wer sich nach dem erfolgreichen Auerberg Klassik-Wochenende weiter mit der Geschichte des Auerbergrennens beschäftigen möchte, findet derzeit im Auerbergmuseum eine Sonderausstellung zum Thema 50 Jahre Auerbergrennen & 50 Jahre Thurner RS Sportwagen. Werner Maier präsentierte im Bereich des alten Kuhstalls zahlreiche Exponate, die das Herz jedes Rennfahrers höher schlagen lassen. Von 1967 bis 1987 fanden 21 Auerbergrennen statt.

Zur Ausstellungseröffnung waren auch ehemalige Fahrer wie Ludwig Nieberle aus Mauerstetten gekommen, der 1976 als Deutscher Automobil-Bergmeister auch ein Klassensieger am Auerberg war. Der Immenstadter Ali Kaba entdeckte sich auf einem der ausgelegten Fotos und erzählte, dass er in den 1980er Jahren zum ersten Mal an den Auerbergrennen teilgenommen hatte. Damals sogar als Doppelstarter, denn zuerst fuhr er mit einer 250er Maschine nach oben und später ging er als Beifahrer im Beiwagen eines Motorradgespanns erneut auf die Strecke. Was Ali Kaba übrigens am Freitag der Ausstellungseröffnung noch nicht wissen konnte war, dass er am Sonntag als Gesamtsieger der 1. Auerberg Klassik auf dem Treppchen stehen würde.

In archivierten Zeitungen können Artikel über Streckenrekorde mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 140 km/h oder auch über den Motorrad-Protest wegen des Endes der Auerbergrennen nachgelesen werden. Siegerlisten, Pokale und weiteres Rennequipment wurden Maier teilweise auch vom MSC Kaufbeuren überlassen, welcher damals zur Renngemeinschaft Auerberg gehörte. Und für die Kinder sei es damals sowieso das größte gewesen, auf den Auerberg zu gehen, um mit schnittigen Renngefährten wieder herunterfahren zu können.

Weitere nette Anekdoten von Maier und von einem mittlerweile ebenfalls erwachsenen Anwohner der Auerbergstraße, der erzählte, dass man sich mit dem Pfandgeld der gesammelten Bierflaschen – pro Flasche gab es 5 Pfennig – eine Ketchup-Semmel für 30 Pfenning kaufen konnte.

Der zweite Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit dem Münchner Rennwagenbauer Rudi Thurner, der 1967 den ersten Thurner RS Sportwagen baute und ab 1969 diese Autos mit den auffälligen Flügeltüren in Bernbeuren produzierte. Die Presse titelte damals mit „Rudolf Thurner machte aus einem NSU eine Kanonenkugel“ oder „Nur fliegen kann er nicht“.

Die Ausstellung wird noch bis Saisonende immer am Samstag und Sonntag von 14 bis 16 Uhr zu den regulären Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen sein. Als besonderes Highlight bietet Maier noch zwei Termine für Filmvorführungen an, denn am Samstag, 23. September, und Montag, 2. Oktober, um 20 Uhr können Motorsportfans noch einmal zahlreiche, digitalisierte Video- oder Super-8-Film-Sequenzen aus den verschiedenen Rennjahren genießen. Am ersten Abend waren hierzu bereits rund 50 Zuschauer im Museum.

Kathrin Zillenbiehler

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