Neubaugebiet „Pfeifferstraße II“ in Bernbeuren: So stellt sich Architekt Dietmar Hörner die Bebauung vor.
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Neubaugebiet „Pfeifferstraße II“ in Bernbeuren: So stellt sich Architekt Dietmar Hörner die Bebauung vor.

Gemeinderat hat Neubaugebiet auf den Weg gebracht

Bernbeuren: 24 Bauplätze an der Pfeifferstraße

24 Bauplätze in der Größe zwischen 600 und 850 Quadratmetern sollen im Bernbeurer Neubaugebiet „Pfeifferstraße II“ entstehen. Das Grundstück ist im Besitz der Gemeinde. Sämtliche Grundstücke werden übrigens nach dem Einheimischenmodell vergeben.

Bernbeuren – Mit dem Billigungs- und Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan „Pfeifferstraße II“ hat der Bernbeurer Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung die erste Hürde genommen. Das Neubaugebiet hat insgesamt eine Größe von 23 300 Quadratmetern. Für die 24 Grundstücke sind 15 300 Quadratmeter eingeplant. Örtlich gesehen befindet es sich zwischen der Pfeifferstraße und dem Dorfangerweg in Bernbeuren.

In der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstagabend haben Architekt Dietmar Hörner, zuständig für den gesamten Bebauungsplan, Stefanie Fuß, verantwortlich für die Grünordnung, und Christian Thurner, zuständig für den Tiefbau, im Detail erläutert, wie sie sich die bauliche Nutzung vorstellen. Zulässig sind dort Einzel- oder Doppelhäuser mit zwei Voll- und Dachgeschossen. Die Wandhöhe beträgt 6,20, der Kniestock 1,80 bis zwei Meter. Es sind Satteldächer mit einer Neigung zwischen 18 und 29 Grad erlaubt.

Rot, braun oder anthrazit

Bei Garagen und Carports sind Flachdächer mit einer Neigung von zwei bis sieben Grad möglich, und sie sind zu begrünen. „Das ist eine sinnige Festsetzung, das soll jeder für sich selbst entscheiden“, findet Bürgermeister Karl Schleich.

Die Dacheindeckung hat mit Dachziegelmaterial oder Betondachsteinen in den Farben rot, braun oder anthrazit zu erfolgen. Dachgauben sind übrigens unzulässig.

Die helle Rasenfläche in der Mitte ist für das Neubaugebiet „Pfeifferstraße II“ in Bernbeuren vorgesehen. 

Zulässig dagegen sind Sonnenkollektoren auf Haupt- und Nebengebäuden. Nebenanlagen wie Garagen, Schuppen, Gewächshäuser, Gartengerätehäuser oder Holzlegen sind innerhalb der Baugrenzen zulässig. Die Erschließung des Baugebietes ist nicht vor dem Jahr 2022 vorgesehen.

Zum Thema „Grünordnung“ meinte Landschaftsarchitektin Fuß: „Das Baugebiet muss gut durchgegrünt werden.“ Das Gelände müsse in seiner natürlichen Form erhalten bleiben. Die nicht bebauten und nicht als Fahr- oder Gehweg, als Terrassenfläche oder als Stellplatz genutzten Grundstücksflächen sind innerhalb eines Jahres nach Bezugsfertigkeit gärtnerisch zu gestalten und zu begrünen – mit Bäumen und Sträuchern zu bepflanzen und dauerhaft zu unterhalten. Als Einfriedungen sind nur maximal 0,9 Meter hohe Holz- oder Metallzäune zulässig. Ein Kinderspielplatz ist zwischen den Baugrundstücken vorgesehen.

Straße wird 5,50 Meter breit

„Ein schönes naturnahes und lebenswertes Wohngebiet, in dem ich gerne wohnen möchte“, sagte Stefanie Fuß. Hinsichtlich des Artenschutzes wird, so Karl Schleich, noch ein Gutachten erstellt.

Thema Straßenbreite: Im gesamten Neubaugebiet sind dafür 5,50 Meter vorgesehen. Jede Kurve sei da gut befahrbar, meinte Christian Thurner. Etliche Gemeinderäte sahen dies nicht so. Tenor: Sattelschlepper hätten da so ihre liebe Not. „Es wird halt immer Situationen geben, in denen ein Sattelschlepper da nicht reinkommt, das wird sich nicht vermeiden lassen“, meinte dazu Bernbeurens Bürgermeister. Architekt Hörner ergänzte: „Die 24 Grundstücke werden ja nicht alle auf einmal beliefert“.

Mindestens 15 Jahre im Ort wohnen

Die 24 Grundstücke werden nach dem Einheimischenmodell vergeben. Im Klartext: Der Bewerber für ein Grundstück muss mindestens 15 Jahre seinen Wohnsitz in Bernbeuren haben, damit er die volle Punktzahl erhält. Wohnt ein Antragsteller erst fünf Jahre im Ort, kann er sich aber auch schon bewerben, erhält allerdings nur ein Drittel der möglichen Punktzahl.

Das Grundstück muss innerhalb von fünf Jahren bebaut sein, ansonsten ist es an die Gemeinde zurückzugeben. „So wollen wir Spekulationen vorbeugen“, sagt dazu Verwaltungschef Thomas Natter. Das bebaute Haus muss übrigens 15 Jahre selbst genutzt werden. Und noch etwas ist wichtig: Das gesamte Wohngebiet grenzt an landwirtschaftlich genutzte Flächen an. Gerüche, die von diesen Flächen ausgehen, sind also zu dulden.

Walter Kindlmann

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