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Christa Rodenkirchen hat Gut Kinsegg zu einem Walderlebnisort ausgebaut. Jetzt nimmt sie Abschied.

Walderlebnisort in der Gemeinde Bernbeuren

Abschied vom Waldort Gut Kinsegg

Der Waldort verabschiedet sich von Gut Kinsegg. Christa Rodenkirchen gibt zum Jahresende den Veranstaltungsort auf. Ihre Waldführungen für Kinder, interessierte Erwachsene, Menschen mit Handicap und Senioren sind aber weiterhin zu buchen.

Bernbeuren – „Ich bin im besten Rentenalter“, so Christa Rodenkirchen, derzeit noch Verwalterin auf Gut Kinsegg. Aber auch wenn sie sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet, so ganz möchte sie ihre Firma Waldort nicht aufgeben. „Ich werde weiterhin auf die Jagd gehen und auch Walderlebnis-Führungen veranstalten“, sagt sie. Aber alles in Maßen und ohne große Verpflichtungen.

Die letzte offizielle Veranstaltung ist der Weihnachtsmarkt am 7. Dezember auf Gut Kinsegg. Ihre Firma Waldort hatte die ausgebildete Lehrerin vor 17 Jahren gegründet, nachdem sie Ende der 1990er Jahre die Waldpädagogik für sich entdeckt und die Gründung des Walderlebniszentrum Füssen maßgeblich mit begleitet hatte. Damals hatte sie die alte Landwirtschaft im Familienbesitz zum Walderlebnisort ausgebaut.

„Es war nicht einfach, das so hinzubekommen, wie es jetzt existiert“, so Christa Rodenkirchen. Ein Veranstaltungssaal mit Küche und Übernachtungen für Kinder im Heu war damals das Konzept. Und das kam bei Schulen und Kindergärten aus der Region gut an. Freies Spielen im Wald und am Wasserlauf, „Landart“, kreativsein im Wald mit natürlichen Materialien, naturkundliche Wanderungen und mit der Jägerin und dem freundlichen Jagdhund Enno ins Revier.

Das Sensibilisieren für die Natur war Christa Rodenkirchen, die lange Jahre als erste Frau in Bayern das Amt der ersten Vorsitzenden der forstlichen Selbsthilfeeinrichtung Forstbetriebsgemeinschaft Füssen innehatte, immer ein wichtiges Anliegen. Als Pädagogin wusste sie die Inhalte auch auf die Zielgruppe zugeschnitten zu verpacken, so dass auch Spiel und Spaß nicht zu kurz kamen.

„Die Arbeit mit den Kindern und Gruppen hat mir immer Spaß gemacht und mir viel gegeben“, erzählt Christa Rodenkirchen etwas wehmütig. Und bedauert, dass sie das Thema nicht schon früher entdeckt hat. „Ich hätte jünger sein müssen“, meint sie. Dann hätte sie wohl auch noch mehr ihrer vielen Ideen verwirklichen können.

Eher zufällig ergaben sich auch kleinere Kulturveranstaltungen in den schönen Räumlichkeiten, zu denen Christa Rodenkirchen mehrmals im Jahr einlud. Und auch wenn sie sich jetzt vom Veranstaltungsort Gut Kinsegg trennt, überlegt sie, das ebenfalls wie die Waldführungen in kleinerem Rahmen und vielleicht in angemieteten Räumen weiterzuführen.

Für Gut Kinsegg hofft sie, passende Nachfolger zu finden. „Ich will sehen, dass es in meinem Sinn weitergeht. Da hat man ein besseres Gefühl“, so Rodenkirchen.

Hinweis: Infos und Anmeldungen zu Waldführungen sind weiterhin über die Homepage www.waldort.de möglich.

Ursula Fröhlich

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