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Ausstellungseröffnung im Auerbergmuseum: Hinten links Laudator Michael Hinterholler mit der ausstellenden Fotografin Renate Hahn. 

„Was kreucht und fleucht am Auerberg“

Ausstellung im Auerbergmuseum: Selfmade-Fotografin zeigt unbearbeitete Naturaufnahmen 

„Was kreucht und fleucht am Auerberg“ lautet der Titel der Ausstellung mit Naturfotografien, die bis zum 1. September im Auerbergmuseum Bernbeuren zu sehen ist.

Bernbeuren – Eine Wildbiene im Anflug auf eine Blütendolde, ein Hermelin, das auf den Hinterbeinen sitzt und wachsam die Umgebung im Auge behält, eine Kreuzspinne im von Tautropfen veredelten Netz oder ein Feldhase, der im Sprung über einer Wiese zu schweben scheint.: Es sind besondere Momente, die die Natur dem aufmerksamen Betrachter schenkt.

Außergewöhnliche Glücksfälle, die Renate Hahn mit ihrer Canon 80D im Bild festgehalten hat. Die gebürtige Kölnerin und gelernte Tierarzthelferin, die seit 15 Jahren in Hinterholz einen kleinen Gnadenhof betreibt, ist viel in der Natur unterwegs. „Für Insekten muss man ganz früh aufstehen“, sagt die Selfmade-Fotografin, die vom zweiten Vorsitzenden des Museumsvereins, Peter Ernst, vorgestellt wurde.

Ausstellung im Auerbergmuseum Bernbeuren: Alle Fotos bleiben unbearbeitet

Da sie sowieso jeden Morgen ihre Tiere versorgen muss, kein Problem für Renate Hahn. Nach dem Stall geht es raus in Feld und Wald auf Entdeckungstour. Bunte Schmetterlinge, filigrane Libellen, schillernde Käfer in Großaufnahme und mit bunten Blüten aufs schönste in Szene gesetzt, wirken oft wie arrangiert. Renate Hahn legt dabei Wert auf die Feststellung, dass alle ihre Fotografien nicht bearbeitet und genauso fotografiert wurden, wie sie in der Ausstellung zu sehen sind. Dazu gehören lange Beobachtungszeiten und das Gespür dafür, im richtigen Moment den Auslöser zu drücken.

Ausstellung im Auerbergmuseum Bernbeuren: Lustige Momente beim Fotografieren

Laudator Michael Hinterholler, seines Zeichens Ökologe und in Steingaden geboren, wies in seiner Begrüßungsrede auch auf lustige Begebenheiten hin, die ihm Renate Hahn erzählt hat. Zum Beispiel, als Spaziergänger der bei der Kamerapirsch mitten auf einem Weg liegenden Fotografin Hilfe angeboten hatten. „Sie dachten, sie hätte einen Unfall gehabt und wollten einen Krankenwagen holen“, verriet Hinterholler. Auch in den Bach kann man als leidenschaftliche Fotografin bei der Insektenjagd schon einmal fallen.

„Die Natur da umeinand zeigt noch viele Kleinodien“, so der Laudator, der nach eigener Aussage bereits in jungen Jahren Libellen ins Herz geschlossen hat. Davon gibt es auf den exzellenten Fotos einige zu bewundern – und natürlich auch andere Tiere wie die Erdkröte, die sich lang ausgestreckt in einem Weiher treiben lässt. „Es gibt noch ein bissel heile Welt da drin“, meinte Hinterholler mit Blick auf den Ausstellungsraum und wünschte den Besuchern der Vernissage viel Spaß. 

URSULA FRÖHLICH

Öffnungszeiten des Auerbergmuseums in Bernbeuren

Geöffnet ist das liebevoll eingerichtete Auerbergmuseum im Kiebelehaus in Bernbeuren, das neben der Ausstellung auch sonst noch viel zu bieten hat, von Mai bis Mitte Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen jeweils von 14 bis 16 Uhr.

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