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Karl Schleich gewinnt Stichwahl in Bernbeuren und ist am Ziel seiner Träume

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Von: Jörg von Rohland

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In seinen eigenen vier Wänden und mit seiner Tochter feierte Bernbeurens künftiger Bürgermeister Karl Schleich gestern Abend den Stichwahl-Sieg. © Privat

Eine Wahlempfehlung gab es nicht, auf den Ausgang der Stichwahl in Bernbeuren traute sich auch gestern Mittag noch niemand zu wetten. Am Abend hatte Karl Schleich (WLB) dann mit 59,2 Prozent einen deutlichen Vorsprung vor seinem Mitbewerber Josef Köpf (UWG). Nach der knappen Niederlage vor sechs Jahren ist Schleich nun am Ziel seiner Träume angelangt.

Bernbeuren – Kommunalwahlen waren schon mal aufregender. Nicht im Rathaus mit Freunden und Mitstreitern, sondern zu Hause mit seiner Tochter wartete Karl Schleich gestern gespannt auf das Ergebnis der Bürgermeister-Stichwahl in Bernbeuren. In Schongau und Peiting war längst klar, wer Rathauschef wird, die Bernbeurener wurden bis 19.40 Uhr auf die Folter gespannt. Per WhatsApp erhielt Schleich dann die erlösende Nachricht: Dr. Rupert Holzamer, der bei der Gemeinderatswahl für Schleichs „Wählergemeinschaft Lebendiges Bernbeuren“ die meisten Stimmen errungen hatte, war der erste Gratulant.

„Ich bin begeistert und finde es toll, dass ich von den Bürgern einen so großen Vertrauensvorschuss bekommen habe“, sagte Schleich, für den nach seiner hauchdünnen Niederlage gegen Martin Hinterbrandner vor sechs Jahren gestern ein Traum in Erfüllung gegangen ist. Schleich versprach, so bald wie möglich die drängenden Probleme im Ort anzugehen und nannte als erstes die Trinkwasserversorgung und als zweiten Punkt die Nahversorgung im Ort.

Josef Köpf gratuliert als fairer Verlierer Karl Schleich

Josef Köpf gratulierte als fairer Verlierer Schleich zu dessen Sieg. „Demokratie ist so“, sagte Köpf. Schon in die Stichwahl gekommen zu sein, sei nicht schlecht, meinte er. Seine Niederlage machte Köpf letztlich auch daran fest, dass der Kauf des Schnitzerareals noch vor der Kommunalwahl über den Bürgermeister an die Öffentlichkeit gelangt sei. Dass sich die Gemeinde eine weitere leer stehende Immobilie ins Portfolio holt, kam nach Meinung Köpfs nicht bei allen Bürgern gut an.

Massive Kritik an Stichwahl-Empfehlung des amtierenden Bürgermeisters

Martin Hinterbrandners Stichwahl-Empfehlung, einen leeren Wahlzettel abzugeben, empfand Köpf „als grob undemokratisches Verhalten“. „Das ist unterirdisch und grundlegend unanständig.“

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