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Die aufwändigsten Arbeiten sind erledigt: Der Kanal und die Leitungen unter der Bernbeurer Ortsdurchfahrt sind verlegt, eine erste Asphaltschicht wird in dieser Woche aufgebracht. 

Vorfreude wächst

Bernbeurer Ortsdurchfahrt nimmt Gestalt an - Ende der Arbeiten ist absehbar

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In Bernbeuren hat man sich an den täglichen Wahnsinn bei der Erneuerung der Ortsdurchfahrt längst gewöhnt. Jetzt ist das Ende der Arbeiten absehbar, die Vorfreude im Ort wächst.

Bernbeuren– „Es wird eine sehr schöne Ortsdurchfahrt“, weiß Bürgermeister Martin Hinterbrandner schon jetzt. Zwei Bauabschnitte, die es zum Teil in sich hatten, haben die Bernbeurer überstanden, der letzte und aufwändigste ist im vollen Gange. Das Schlimmste haben aber auch die Anlieger der Füssener Straße schon hinter sich. Der Kanal und die übrigen Versorgungsleitungen sind verlegt. Diese Woche wird nach Angaben des Staatlichen Bauamts noch eine Asphaltschicht aufgetragen, bevor sich die Baufirma in eine zweiwöchige Sommerpause verabschiedet.

Von „hervorragend bis chaotisch“ beschreibt der Rathauschef im Mitteilungsblatt der Gemeinde die Zusammenarbeit mit den Unternehmen, die ihre Leitungen und Kabel unter der Straße verlegt haben. Dass dabei vor allem die Telekom eine Hauptrolle spielte, ist ein offenes Geheimnis. „Versuchen Sie doch mal, einen Anlieger anzurufen“, sagt Andreas Lenker mit einem Augenzwinkern. Der Projektleiter des Staatlichen Bauamts will aber niemandem einen Vorwurf machen. Die Arbeiten in den Ortsdurchfahrten seien generell schwierig. Man wisse nie genau, wo exakt die Leitungen verlaufen. Der Bagger müsse mit seinem Löffel ständig aufpassen, dass er nicht ein Kabel abreiße.

Staatliches Bauamt geht davon aus, dass der Zeitplan eingehalten wird

Insgesamt ist Lenker hochzufrieden mit dem Projekt: Trotz der sehr aufwändigen Sparten „läuft Bernbeuren unaufgeregt“, findet der Experte und verteilt „Lob an alle Beteiligten“. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde „läuft aus unserer Sicht perfekt“.

Das Staatliche Bauamt geht davon aus, dass letztlich auch der Zeitplan eingehalten wird. Zwar gebe es Verzögerungen, räumt Lenker ein. „Das ist aber nichts, was im Herbst nicht wieder aufgeholt werden kann.“ Wie berichtet, hatte das Staatliche Bauamt Bauphase drei ursprünglich von März bis Oktober 2019 angesetzt. Es ging aber etwas später los, weil im Frühjahr noch Restarbeiten im nördlichen Teil des Orts erledigt werden mussten. Dort war es vor dem Winter zu Verzögerungen gekommen – unter anderem, weil die Telekom lange Zeit vergeblich nach Fehlern in ihrem Kabelnetz gesucht hatte.

Ortsdurchfahrt Bernbeuren: Durchgangsverkehr wird wohl bis zum Winter umgeleitet

Alles in allem ist man Lenker zu Folge im Soll, auch Mehrkosten sind nicht zu befürchten. Wie berichtet, wurden für den Bau 3,2 Millionen Euro veranschlagt, die Gemeinde trägt davon 600 000 Euro. Dafür bekommt sie unter anderem neue Gehwege. Sie werden in einer Breite von 1,30 Metern ausgeführt und ansprechend gepflastert. Zudem erhält der Ort neben Busbuchten und farblichen Markierungen auf der Fahrbahn Verkehrsinseln und am unteren Dorfbrunnen eine Ampel.

Der Durchgangsverkehr wird nach Angaben des Staatlichen Bauamts Weilheim voraussichtlich noch bis zum Winter umgeleitet, der direkte Weg nach Lechbruck bleibt also weiterhin versperrt.

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