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Gut besucht war die Auerberghalle bei der Bürgerversammlung der Gemeinde Bernbeuren. Hier legt Bürgermeister Martin Hinterbrandner seinen Rechenschaftsbericht ab. 

Bürgerversammlung gut besucht

Bernbeuren: Supermarkt im Schnitzerstadel machbar

Neben Rechenschaftsbericht und Zahlen hat Bernbeurens Bürgermeister Martin Hinterbrandner bei der Bürgerversammlung auch über die Themen gesprochen, die den Bürgern derzeit sehr am Herzen liegen – zum Beispiel der Schnitzerstadel und die Nahversorgung.

Bernbeuren – Der Breitbandausbau, die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt und die Nahversorgung waren jetzt Themen bei der Bernbeurer Bürgerversammlung. Informiert haben in der auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Markus Socher von der Bürgerstiftung Bernbeuren.

Das Thema Schnitzerstadel erregte erneut einige Gemüter. bei der diesjährigen Bürgerversammlung. So richtete Gemeindebürger Andreas Weiher zunächst seinen Dank für ihr Engagement an die amtierenden Kommunalpolitiker, um dann aber gleich einige Fragen und sein Unverständnis über die Vorgehensweisen im Bereich Nahversorgung und Bürgerwünschen an die anwesende Landrätin zu richten.

Kurz zuvor war bekannt geworden, dass eine Machbarkeitsstudie über die Errichtung eines Verbrauchermarktes im bestehenden Stadel vorliegt, die jetzt nochmals mit den entsprechenden Behördenvertretern besprochen wird. Ein Ergebnis der Verhandlungen wird in den kommenden Tagen erwartet.

Erregt und emotional äußerte sich auch Ignaz Keck, der auf längere Zeit keine Aussicht auf eine Abrissgenehmigung sehe. Richard Lerchenmüller hätte sich nach eigener Aussage mehr Rat von der Landrätin erwünscht, „eine Machbarkeitsstudie hätte man schon vor drei Jahren machen können“, so Lerchenmüller.

Landrätin rechtfertigt sich

Jochner-Weiß verteidigte jedoch die bisherigen Handlungen und verwies darauf, dass sie schließlich einen rechtlich abgesicherten und gerechten Weg gehen müsse. Nach kurzer Beratung mit Bürgermeister Hinterbrandner gab sie allerdings bekannt, dass „Studien vorliegen, die aussagen, dass man alles in den bestehenden Stadel machen kann“, so die Landrätin.

Wie gewohnt hatte zuvor Gemeindechef Martin Hinterbrandner die Bürgerversammlung mit dem Blick auf die allgemeine Finanzlage im Ort begonnen. In einem Gesamthaushalt von über 5,8 Millionen Euro stünden bei den Einnahmen rund 562 000 Euro aus den Gewerbesteuern, Schlüsselzuweisungen von rund 732 000 Euro und weiter 272 000 Euro aus den Grundsteuern A und B zusammen. Insgesamt betrugen die Einnahmen 3,15 Millionen Euro, ein Großteil davon, 1,37 Millionen Euro, kamen aus der Einkommenssteuerbeteiligung.

Wo Einnahmen sind, sind allerdings auch Ausgaben: Etwa 305 000 Euro betrug dabei die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft, und die Kreisumlage schlug mit 1,18 Millionen Euro zu Buche. Aus all den Zahlen errechnet sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1635 Euro, das sind etwa 355 Euro weniger als im Vorjahr.

„Wir sind in den vergangenen zwei Jahren gar nicht schlecht mit dem Geld umgegangen“, stellte der Bürgermeister dabei zufrieden fest. Allerdings wurde auch eine Entnahme aus den Rücklagen notwendig, so Hinterbrandner weiter, und es stehen weitere Investitionen an.

Wofür investiert wurde und welche Maßnahmen durchgeführt wurden, darüber berichtete der Bürgermeister im Anschluss. Darunter Maßnahmen wie der Straßenausbau Ellensberg (153 000), letzte Maßnahmen für den Hochwasserschutz am Türkenbach (43 300), rund 50 000 Euro für die Feuerwehr und der Breitbandausbau, der die Gemeinde die vergangenen acht Jahre beschäftigte und einen Eigenanteil von 247 000 Euro verschlang.

Auch in Zukunft müsse man weiter investieren, beispielsweise in die Sanierung der Trinkwasserversorgung, in Gemeindestraßen, in die Ortsdurchfahrt, für die Feuerwehr, den Abschluss des Breitbandausbaus oder die Sanierung der Auerberghalle. „Das alles wird nicht billig“, so Hinterbrandner, der auch meinte, dass das „Jahr 2018 wohl das intensivste Dienstjahr“ für ihn war.

Bedürftigkeit der Stiftung melden

Stiftungsrat Markus Socher berichtete anschließend über die im Jahr 2012 gegründete Bürgerstiftung, die derzeit ein Kapital von 13 300 Euro besitzt und von der bisher 2000 Euro ausgeschüttet wurden. Er rief die Bevölkerung auf, eventuelle Fälle von Bedürftigkeiten zu melden und die Stiftung weiter unter dem Motto „Von Bürgern – für Bürger“ zu unterstützen.

Georg Knebel erklärte außerdem, dass es auch bei den kommenden Kommunalwahlen einen zweiten Wahlvorschlag für den Bürgermeister geben werde, über den man detailliert im September diesen Jahres berichten werde. Wer sich jetzt schon darüber klar sei, bei diesem Wahlvorschlag dabei sein zu wollen, könne sich gerne bei ihm melden.

Stefan Fichtl

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