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Auf die Gleichmäßigkeit kommt es schon beim Start an: Die Fahrer müssen versuchen, so nah wie möglich an ihre Zeit aus dem ersten Lauf herankommen.

Zweite Auflage von „Auerberg Klassik“

Zweites Nostalgie-Spektakel am Auerberg

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Oldtimer-Fans sollten sich den Termin schon einmal fett im Kalender markieren: Vom 13. bis 15. September erwartet Bernbeuren die zweite Auflage von „Auerberg Klassik“. Die Gleichmäßigkeitsläufe samt großem Rahmenprogramm erinnern an die legendären Rennen in Bernbeuren, die von 1967 bis 1987 auf den Auerberg führten. Die Fangemeinde ist riesig.

Bernbeuren – Das Presseecho hallte im Herbst 2017 quer durch Europa: „The hills are alive“, titelte die größte englische Motorrad-Zeitschrift „Motor Cycle News“. Und das französische Motorrad-Fachmagazin „Café Racer“ schickte neun Hochglanzseiten hinterher und schwärmte ebenfalls von der Wiederbelebung der berühmten Motorradfahrten auf den Auerberg. In Deutschland, Österreich und der Schweiz war die Begeisterung über „Auerberg Klassik“ natürlich auch groß.

In Bernbeuren und am Auerberg war aber auch mächtig was geboten. 7000 Zuschauer bewunderten die 163 nostalgischen Motorräder und Seitenwagen, als sie sich elegant eines nach dem anderen die kurvige Strecke auf den Auerberg hinauf bewegte. Keine der Maschinen war jünger als 38 Jahre. Und die Zaungäste fühlten sich obendrein in eine andere Zeit versetzt, weil sich viele Besucher kleideten und frisierten wie anno dazumal; auch der „Best-Dressed-Wettbewerb“ war ein voller Erfolg.

Der Zieleinlauf ist unterhalb der Gaststätte auf dem Auerberg.

Einziger Spielverderber war das Wetter, für Bernbeuren war die Veranstaltung aber trotz regnerischen Wetters ein Riesenerfolg: „Alle beteiligten Vereine konnten an ihren Essens- und Getränkeständen ihre Kassen auffüllen, sämtliche Fremdenzimmer in der näheren Umgebung waren ausgebucht“, erinnert sich Herrmann Köpf, Vorsitzender des eigens gegründeten Vereins. Obendrein habe das Gemeinschaftsprojekt einen überaus positiven Effekt auf den dörflichen Zusammenhalt gehabt, weiß der 49-jährige Münchner, der selbst in Bernbeuren aufgewachsen ist und als Bub bis 1987 die legendären Rennen an der Strecke mitverfolgte.

Rennfahrzeuge mit Historie werden bevorzugt

Und so schlägt vom 13. bis 15. September natürlich auch Köpfs Herz höher, wenn „Auerberg Klassik“ in seine zweite Runde geht. Alle Behörden haben dafür grünes Licht gegeben. Und die zweite Veranstaltung soll der ersten natürlich in nichts nachstehen. Nur an einem Detail hat der Verein gefeilt, weil immer mehr Fahrer mit ihren Maschinen dabei sein wollen: „Aufgrund des enormen Interesses aus nah und fern werden wir künftig nur 200 Fahrzeuge nach einer Vorauswahl zur Teilnahme zulassen“, erläutert Köpf. Die Besitzer dürfen ihre Motorräder und Gespanne jetzt noch bis 30. Juni anmelden, der Verein wird sich dann die Rosinen herauspicken. „Rennfahrzeuge mit Historie werden bevorzugt“, heißt es.

Viele Maschinen sind für die Fans eine Augenweide, die Gleichmäßigkeits-Rennen versprechen obendrein Spannung. Zwei Wertungsläufe darf jeder Fahrer absolvieren. Das große Kunststück ist es, bei der zweiten Fahrt so nah wie möglich an die Zeit der ersten heranzukommen. Köpf, selbst leidenschaftlicher Biker, zieht jetzt noch seinen Hut vor dem Sieger 2017. Der Immenstadter Ali Kaba schaffte damals eine Annäherung auf gerade Mal sieben Hundertstel, ein Wimpernschlag dauert länger.

Nostalgie auch neben der Strecke: Den „Best-Dressed-Wettbewerb“ gibt es auch beim 2. „Auerberg Klassik“. 

Neben dem „Best-Dressed-Wettbewerb“, an dem sich die Besucher wieder beteiligen können, wird ihnen auch wieder ein großes Rahmenprogramm geboten. Neben einem großen Ausstellungsbereich mit exklusiven Motorrädern sowie Demonstrationen eingeladener Fahrer mit ihren Rennwagen will der Verein seine Gäste auch noch die eine oder andere Überraschung bieten.

Alle Infos

zur 2. „Auerberg Klassik“, Anmeldemöglichkeiten sowie einen Rückblick auf die erste Veranstaltung gibt es Online unter www.auerberg-klassik.de

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