Exklusive Baumhäuser sind in Deutschland ein Trend. Wie sie in Bernbeuren aussehen könnten, wird aber noch nicht verraten. Die Gemeinde prüft jetzt , was der Bebauungsplan hergibt.
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Exklusive Baumhäuser sind in Deutschland ein Trend. Wie sie in Bernbeuren aussehen könnten, wird aber noch nicht verraten. Die Gemeinde prüft jetzt , was der Bebauungsplan hergibt.

Ferienwohnung über der Kneipp-Anlage?

Bernbeurer plant Attraktion in den Bäumen

  • Jörg von Rohland
    vonJörg von Rohland
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Es könnte eine kleine Attraktion in der Auerbergemeinde werden: Ein Bernbeurer Bürger möchte auf dem Gelände der örtlichen Kneipp-Anlage ein Baumhaus-Projekt verwirklichen. Seine Vorstellungen hat er diese Woche schon mal dem Gemeinderat erläutert. Viele Fragen sind aber noch offen.

Bernbeuren – Wie Bürgermeister Karl Schleich berichtet, könnte an der Auerbergstraße ähnliches entstehen wie östlich von Bauzen an der Grenze nach Polen. Dort betreibt der Verein „Kulturinsel Einsiedel“ unter anderem ein Baumhaus-Hotel, das keine Wünsche offen lässt. Mehr als ein Dutzend größerer und kleinerer Häuschen hängen dort in den Bäumen, die bis zu acht Personen Platz bieten. Mit eigener Dusche, Toilette und Küchenzeile.

Betreiber hält sich noch bedeckt

Das Projekt am Auerberg würde natürlich ein ganzes Stück kleiner ausfallen. Der künftige Betreiber möchte auf Anfrage noch keine Details nennen. Und auch seinen Namen will er nicht in der Zeitung lesen, bevor feststeht, ob das Projekt überhaupt eine Chance hat.

Rathauschef hegt Sympathien für das Projekt

Das weiß auch Bürgermeister Karl Schleich noch nicht: „Ob und wie das umgesetzt werden kann, ist offen“, erklärt der Rathauschef, der aber durchaus Sympathien für das Projekt hegt. Die geplanten ein bis drei Baumhäuser sollen seinen Angaben nach zirka 30 Quadratmeter Wohnfläche bieten, energetisch autark sein und als Ferien- oder Campingwohnung vermietet werden. „Dies ist sicher innovativ und entspricht dem Zeitgeist“, meint Schleich.

Gelände gehört der Gemeinde

Wann die ersten Gäste über der Kneippanlage nächtigen könnten, ist unklar. Der zeitliche Rahmen und die Finanzierung seien noch offen, bremst der Bürgermeister jedwede Euphorie. „Die jetzige Vorstellung im Gemeinderat ist der erste Schritt, um eine Umsetzbarkeit zu prüfen“, macht er klar. Das Gelände der Kneipp-Anlage gehört der Gemeinde, welche baurechtlichen Voraussetzungen dafür gelten, muss noch geklärt werden.

Bäumen würde kein Schaden zugefügt

Grundsätzlich wurde die Idee aber im Gemeinderat begrüßt, berichtet Schleich. Geeignete große Bäume gibt es demnach auf dem Gelände. Ihnen würde durch das oder die Baumhäuser kein Schaden zugefügt.

Wer sich einen Eindruck von ähnlichen Baumhäusern machen will, muss aber nicht bis an die Grenze zu Polen fahren. Vergleichbare Projekte gibt es auch in Oberbayern und im Allgäu. Zum Beispiel in Betzigau bei Kempten. Das dortige Projekt wurde sogar durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie den europäischen Landwirtschaftsfonds gefördert.

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