Der letzte Teilbereich der Ortsdurchfahrt in Bernbeuren vom unteren Dorfbrunnen vorbei am Friedhof in Richtung Ried
wurde abgefräst. Jetzt müssen die Umleitungsstraßen saniert werden.
+
Der letzte Teilbereich der Ortsdurchfahrt in Bernbeuren vom unteren Dorfbrunnen vorbei am Friedhof in Richtung Ried wurde abgefräst. Jetzt müssen die Umleitungsstraßen saniert werden.

Sie sind durch die Sperrung des Ortskerns stark abgenutzt worden

Bernbeurer Umleitungsstraßen sanieren

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
    schließen

Ried und Bürstenstiel, zwei Umleitungsstraßen durch Bernbeuren, sind während der Sperrung des Ortskerns stark abgenutzt worden. Sie sollen nun saniert werden. Zunächst allerdings nur Bürstenstiel. Auch alle anderen Gemeindestraßen sollen für mögliche Sanierungen erfasst werden.

Bernbeuren – Die lange Sperrung der Ortsdurchfahrt hat in Bernbeuren ihre Spuren hinterlassen. Die Umleitungsstraßen – Ried und Bürstenstiel – seien durch die stärkere Nutzung stark in Mitleidenschaft gezogen worden. „Das ist uns klar“, betonte Bürgermeister Karl Schleich in der einer Gemeinderatssitzung. Auch wenn bei ihm bislang keine Beschwerden von Anwohnern eingegangen seien, wolle die Gemeinde die betroffenen Straßen schnellstmöglich wieder in Stand setzen. „Wir kümmern uns um den Schaden, der entstanden ist.“ Auch der Feuerwehrplatz soll im Zuge der Arbeiten asphaltiert werden.

Es zeichnet sich bereits ab, dass in den kommenden Jahren einige weitere Straßenbauarbeiten anstehen. Rund 60 Kilometer lang ist das gesamte Straßennetz von Bernbeuren. „Und viele der Straßen sind leider nicht mehr im besten Zustand“, wie Schleich in der jüngsten Gemeinderatssitzung erzählte. Nach und nach sollen deshalb sämtliche Wege erfasst werden und nach einem Punktesystem, das allerdings erst noch erarbeitet werden müsse, nach der Dringlichkeit der Sanierung bewertet werden.

Mit dem Handy oder dem Auto?

Schleich habe sich vom Steingadener Bürgermeister ein System zeigen lassen, das dort für diesen Zweck zum Einsatz kam. „Mit dem Handy können wir genau kartografieren und festgehalten, wie viele Schlaglöcher es gibt, wie der allgemeine Zustand der Straße ist, und so weiter“, erklärte Schleich. Nach anfänglicher Begeisterung über das System tendiere er mittlerweile dazu, die Straßen einfach selbst abzufahren und den Zustand in einem Punktesystem zu notieren. „Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen Gemeinderat, der sich bereit erklärt, auch mal durch unsere schöne Gegend zu fahren“, so Schleich in die Runde. Auf das teure Steingadener System, das mit rund 4000 Euro zu Buche schlägt, könne man seiner Ansicht nach verzichten.

Die Erfassung der Straßen solle für das nächste Jahr angegangen werden. Auch wenn darüber noch nicht abgestimmt wurde, nahm der Gemeinderat den Vorschlag positiv zur Kenntnis. „Die Straßen sollten instandgesetzt werden. Auch, damit wir auf der sicheren Seite sind, falls mal etwas passieren sollte“, so Josef Köpf. Teilweise gebe es große Schlaglöcher, die durchaus problematisch sein könnten.

Von zwei Angeboten das günstigere genommen

Zunächst soll nur Bürstenstiel saniert werden. An nächster Stelle steht wohl die andere Umleitungsstrecke Ried. „Alle Umleitungsstrecken auf einmal herzurichten, gibt der Haushalt nicht her“, so Schleich.

Zwei Angebote sind für die Sanierung der Bürstenstiel-Strecke eingegangen. Die Gemeinderäte stimmten einstimmig dafür, der Firma mit dem „günstigeren Angebot“ den Auftrag zu erteilen.

Instandsetzung dringend anpacken

Zu den Kosten wollte sich Karl Schleich auf Nachfrage der Heimatzeitung nicht äußern. Auch in der öffentlichen Gemeinderatssitzung wurden keine konkreten Zahlen genannt. Auf die Frage von Silvia Morasch, für welche Straßenarbeiten das Budget der Gemeinde denn reiche, antwortete Schleich lediglich: „Eigentlich für nichts. Eigentlich können wir es uns nicht leisten, auch nur einen Meter zu teeren.“ Allerdings könne die schwierige finanzielle Lage „nicht bedeuten, dass jetzt Stillstand herrscht.“ Die Instandsetzung der Straßen müsse dringend angepackt werden. „Wie wir es finanzieren – da überlegen wir uns noch was“, so Schleich.

Lesen Sie auch:

Peitings Bürgermeister Peter Ostenrieder im Interview.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Demo gegen Pläne des Heizkraftwerks: „Wir brauchen diese Anlage nicht“
Demo gegen Pläne des Heizkraftwerks: „Wir brauchen diese Anlage nicht“
Fahrradfahrerin (14) bei Zusammenstoß mit Bub (8) schwer verletzt
Fahrradfahrerin (14) bei Zusammenstoß mit Bub (8) schwer verletzt
Der Kreisverkehr auf der B 472 lässt auf sich warten
Der Kreisverkehr auf der B 472 lässt auf sich warten
Schongauer Werbegemeinschaft hat einiges vor
Schongauer Werbegemeinschaft hat einiges vor

Kommentare