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Stören die Container die Konzentration der Spieler? Der Gemeinderat hat entschieden, dass sie dennoch dort bleiben.

Aus dem Gemeinderat Bernbeuren

Container stören Konzentration

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Für Diskussionen sorgen in Bernbeuren die Glascontainer. Die Tennisabteilung hatte gefordert, dass diese wieder vom Tennisplatz entfernt werden – die Container würden den Punktspielbetrieb stören. Sonst stört der Sammelplatz jedoch die Anwohner.

Bernbeuren – Die Wertstoffcontainer in Bernbeuren, eine Sammelstelle der EVA, haben schon eine kleine Odyssee hinter sich, wie Bernbeurens Bürgermeister Martin Hinterbrandner in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates berichtete. Erst hatte man sie wegen Beschwerden zum Fußballplatz gestellt, dann dort wieder weggestellt wegen verschiedener Baumaßnahmen und als Notlösung weiter in Richtung Wohnbebauung gerutscht. Nun hatte man sie wieder verpflanzt, und zwar direkt zum Tennisplatz. „Dies geschah, ohne mit dem TSV oder der Tennisabteilung zu sprechen und ist nicht gerade auf große Begeisterung gestoßen“, berichtete Hinterbrandner. Die Argumente der Sportler, wie sie der Bürgermeister in der Sitzung zitierte: „Bei Einwurf von Altglas im Punktspielbetrieb könnte dies die Konzentration stören.“ Weiteres Gegenargument, wie es im Gremium auch vorgebracht wurde: Getränkereste aus nicht ganz entleerten Flaschen würden etwa Wespen anlocken, die dann wiederum tennisspielende Kinder oder Zuschauer belästigen würden.

Die Lösung der Tennisabteilung: Glascontainer wieder weiter Richtung Auerberghalle auf jenen Platz setzen, der nur als Zwischenlösung gedacht gewesen war. Dafür hatten die Sportler auch bei direkten Anwohnern nachgefragt, die sogar per Unterschrift bestätigt hatten, dass die Container nicht stören würden – die Liste lag dem Antrag des TSV auf Versetzung der Container bei. Gefragt worden waren aber wohl nur unmittelbare Nachbarn.

Vizebürgermeister Markus Socher schränkte zwar ein, dass es nicht günstig gewesen sei, dass das Festlegen des Container-Standorts beim Tennisplatz an der Tennisabteilung vorbeigegangen ist, jedoch sei nun der Platz hergerichtet – und man solle ihn auch nutzen. Auch Seniorenbeauftragter Hans Echtler, der selbst in diesem Bereich wohnt, fand das Thema nicht lustig, denn der Lärmschutzwall Richtung weiterer Wohnbebauung verhindere keineswegs, dass auch entfernter wohnende Anlieger durch den Einwurf belästigt würden – vor allem die Leerung der Container früh morgens mache einen Heidenlärm. „Wie lange geht denn die Punktrunde?“, hinterfragte Echtler die Verhältnismäßigkeit des TSV-Antrags. „Es kann nicht sein, dass man auf die Spieler achtet, aber dass Anwohner permanent gestört werden, darauf nimmt keiner Rücksicht.“

„Hier gilt offensichtlich das Sankt-Florians-Prinzip: Am besten woanders, nur nicht bei mir vor der Haustüre“, fasste Hinterbrandner die Diskussion zusammen. Er räumte das Versäumnis ein, dass die Tennisabteilung nicht informiert worden sei. „Aber mehr als eine Information wäre es auch nicht geworden“, stellte er klar, dass die Gemeinde den Standort Tennisplätze eben vorgesehen hatte. Mit 8:5 stimmte der Gemeinderat schließlich dafür, diesen Standort nun beizubehalten.

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