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Damit das Trinkwasser nicht mehr gechlort werden muss

Bernbeuren: Wasser-Hochbehälter aus Edelstahl

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Zwei Firmen hat die Gemeinde Bernbeuren in der engeren Auswahl, um die Trinkwasserversorgung zu erneuern. Noch vor den Sommerferien sollen die Arbeiten in Auftrag gegeben werden, damit auch die Chlorung schnellstmöglich ein Ende findet.

Bernbeuren – Recht zufrieden sind Bürgermeister Karl Schleich und einige Bernbeurer Gemeinderäte vor einigen Tagen von einer Besichtigung in Bidingen zurückgekehrt, wie sie in der jüngsten Bernbeurer Gemeinderatssitzung erzählten. Eine Firma, die auch in der Auswahl steht, die Bernbeurer Trinkwasserversorgung zu erneuern, hatte die Hochbehälter in Bidingen gebaut.

„Wir wollten uns mit dem Planungsingenieur ein Bild davon machen, wie die technische Umsetzung ausschaut und abfragen, wie geplant wird, und die Verantwortlichen einfach kennenlernen“, erklärte Schleich.

Edelstahl auf lange Sicht die bessere Lösung

Einig sind sich die Bernbeurer Räte bereits, dass die Hochbehälter mit Edelstahl saniert werden sollen. „Es gibt verschiedene Verfahren und Möglichkeiten zur Auskleidung“, so der Rathauschef.

„Auf lange Sicht ist Edelstahl die beste Lösung“, sagte Richard Weiher, der auch Mitglied im Wasserausschuss ist. Putz, zum Beispiel, sei anfällig für Risse, in denen sich Wasser ansammelt und sich Keime bilden, erklärte er.

 „Was wir in Bidingen gesehen haben, war top“, so Weiher. Allerdings seien die Voraussetzungen in Bernbeuren ganz andere. „Es ist ein großer Unterschied, ob man neu baut oder saniert. Das wird noch ein langer Weg.“

In der engeren Auswahl, die Hochbehälter in Bernbeuren zu sanieren, sind zwei Firmen. Um welche es sich handelt, wurde noch nicht bekannt gegeben. Während eine ihre Pläne dem Gremium bereits in einer vergangenen Sitzung unterbreitete, möchte die zweite Firma, die auch den Bidinger Hochbehälter gebaut hat, in einer der nächsten Sitzungen ihre Pläne vorstellen.

Auch die Zuschuss-Frage im Blick

Grundsätzlich lasse sich aber bereits sagen, dass „beide Firmen, was das Fachliche, Planerische und Technische angehe, sehr hochwertig arbeiten“, so Schleich. Außerdem würden sich beide Firmen bestens mit der Beantragung von möglichen Zuschüssen auskennen. 

Es schaue nicht schlecht aus, dass die Sanierung in Bernbeuren gut gefördert werde, so Schleich. Allerdings sei derzeit noch vieles in der Schwebe, auch, weil sich die Finanzlage wegen Corona wohl noch ändert.

Hoffnung auf den Herbst

So oder so: Angepackt werden müsse die Sanierung in jedem Fall. Schleich sieht vor, dass sich der Gemeinderat noch vor den Sommerferien auf eine Firma einigt und den Auftrag für die Sanierung vergibt. Auch eine Chlorung des Trinkwassers könne dann nach Vorstellung des Bürgermeisters schon im Herbst beendet werden.

„Wenn das Gesundheitsamt sieht, dass die Sanierung bald angegangen wird, kann man mit Sicherheit über nötige Sofortmaßnahmen reden, damit eine Chlorung des Trinkwassers nicht mehr nötig ist“, sagte Schleich.

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