Leuchtende Kapellen in und um Bernbeuren herum haben dazu eingeladen, im stillen Gebet zu verweilen und zur Ruhe zu kommen.
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Leuchtende Kapellen in und um Bernbeuren herum haben dazu eingeladen, im stillen Gebet zu verweilen und zur Ruhe zu kommen.

In und um Bernbeuren herum waren elf zum Teil private Kapellen zu besichtigen

Erleuchtete Orte der Besinnung

Über die Weihnachtsfeiertage haben in der ganzen Pfarrgemeinde Bernbeuren die „leuchtenden Kapellen“ zum stillen Gebet eingeladen.

Bernbeuren – Die Idee dazu hatte Pfarrgemeinderätin Irmgard Kögel, angelehnt an die Aktion der Katholischen Landvolkbewegung, die Mitte Dezember zum „Advent der Lichter“ eingeladen hatte (wir haben berichtet).

Da Bernbeuren besonders viele Kapellen zu bieten hat, reifte der Gedanke, diese über mehrere Tage am Abend für Menschen auf der Suche nach Ruhe, Besinnung und geistlicher Atmosphäre zu öffnen. Das Herrichten sowie Auf- und Zusperren der Marienkapelle neben der Pfarrkirche und der Friedhofskapelle übernahm Mesner Werner Maier. „Viele haben die Friedhofskapelle noch nie von innen gesehen“, erzählte Maier. Und weil sich auch schon untertags Leute auf den Weg zu den Kapellen gemacht haben, sperrte er diese bereits früher auf.

Auf dem Plakat, das innerhalb der Pfarrei aufgehängt wurde, war zu lesen, dass von 17 bis 20.30 Uhr ein freies Kommen und Gehen möglich sei. Der Pfarrgemeinderat wollte aufgrund der strengen Corona-Regeln keine große Werbung für das meditative Angebot machen, kann sich aber vorstellen, diese Aktion im nächsten Jahr zu wiederholen.

Bis zuletzt war nicht klar, ob dieses Vorhaben überhaupt ausgeführt werden durfte, aber man wollte Gläubigen die Möglichkeit geben, einen kirchlichen Ort aufzusuchen, wenn einem beispielsweise ein Gottesdienst zu viel Risiko bedeutete, so Irmgard Kögel.

Die Kapellen befinden sich großteils in Privatbesitz, und umso dankbarer war die Pfarrei, als deren Eigentümer sich bereit erklärten, mitzumachen und die Gebetsstätten mit dem Friedenslicht von Betlehem, Kerzen, Lichtern und Zweigen zu gestalten. Auf das Gemeindegebiet verteilt standen den Besucher so elf Kapellen offen: Im Dorf selbst befinden sich die Kapelle zur Heiligen Familie (Lange Gasse), die Friedhofskapelle, die Marienkapelle (Marktplatz) sowie die Kapelle zum gegeißelten Heiland am Ende des Prälatenwegs. Außerorts waren die Kapelle Maria Schmerz im Thalhof, die St. Magnuskapelle in Eschach, die St. Erasmuskapelle in Echerschwang, die St. Magnuskapelle im Riedhof, Maria Heimsuchung in Reisgang, die St. Nepomukkapelle in Günther sowie die Kapelle zur Muttergottes im Egghof zu entdecken.

KATHRIN ZILLENBIEHLER

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