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Segnung: Pfarrer Joachim Schnitzer segnete den neuen Gerätewagen und die dazugehörigen Beladungsgegenstände

Feierliche Segnung

Feuerwehr Bernbeuren mit neuem Gerätewagen gut gerüstet

Zu einem erfreulichen Ereignis hat die Feuerwehr Bernbeuren jetzt eingeladen, denn der neue Gerätewagen „Logistik 1“ konnte nach der Floriansmesse feierlich gesegnet werden.

Bernbeuren – Bereits den Gottesdienst gestalteten die Floriansjünger gemeinsam mit Pfarrer Joachim Schnitzer, der seinen Respekt aussprach, „was in Bernbeuren alles für die Feuerwehr aufgebracht wird und wie viele Fahrzeuge die Wehr besitzt“. Die Musikkapelle umrahmte sowohl die Schubertmesse als auch den Festzug hinunter zum Segnungsplatz.

Dort standen neben dem neuen Gerätewagen Logistik auch noch fünf neuangeschaffte Rollcontainer, beladen mit Material für die Ölspur-Beseitigung, den Atemschutz, die Tragkraftspritze, 500 Meter Schlauch und ein Container mit geschlossener Wanne.

Dahinter ebenfalls mit Blumen eingekranzt befand sich zudem eine Rettungsplattform, die beispielsweise bei Unfällen mit Traktoren oder Lastwagen gebraucht wird, wenn das Retten und Arbeiten in einer gewissen Höhe erforderlich ist.

Bernbeurens Zweiter Kommandant Andreas Weiher stellte in seinem Rückblick den zeitlichen Ablauf dar, welche Hürden und Schritte von der Idee einer Ersatzbeschaffung bis hin zur Weihe des neuen Wagens notwendig waren. Der alte Rüstwagen war Baujahr 1967 und hatte mittlerweile knapp 500 000 Kilometer auf dem Buckel. Zwar wäre auch der Austausch des alten VW-Mannschaftsbusses sinnvoll gewesen, aber der Gerätewagen bedeutet für die Wehr „einen größeren Entwicklungsschritt“. Ein eigens gebildeter Ausschuss beriet in vielen Stunden und Sitzungen über die Machart und die Ausstattung, bevor dann Ende 2015 der Zuwendungsantrag gestellt wurde.

Ursprünglich mit Planenaufbau geplant, wurde die Feuerwehr vom Gemeinderat positiv überrascht, der den teureren festen Kofferaufbau favorisierte und genehmigte, so Weiher weiter. Die Gesamtkosten des leeren Fahrzeugs der Firma Brandschutztechnik Görlitz betrugen gut 85 000 Euro, davon wurden 33 600 Euro durch einen Zuschuss der Regierung bereitgestellt und der Rest von der Gemeinde übernommen.

Der stellvertretende Kommandant wollte an dieser Stelle „noch einmal die enorme Spendenbereitschaft der Bevölkerung herausheben“, und wie es die Feuerwehr freut, so einen Rückhalt in der Gemeinde zu haben. Einen besonderen Dank richtete Weiher noch an den Ersten Kommandant Peter Egner „für die immense Arbeit, die er in die Beschaffung des Gerätewagens gesteckt hat“.

Festzug: Begleitet von der Musikkapelle marschierten Feuerwehr und Bevölkerung von der Pfarrkirche zum Feuerwehrhaus.

Vereinsvorsitzender Christian Kraut ging daraufhin auf die Beschaffungskosten der Container und der Rettungsplattform ein, die zusammen rund 15 000 Euro gekostet hätten. Diese Summe wurde komplett vom Feuerwehrverein übernommen. Eine Gruppe Floriansjünger hatte zudem in Eigenregie und ehrenamtlich einen Ölspuranhänger zusammengestellt und aufgebaut. Somit ist es künftig möglich, derartige Einsätze von zwei Seiten zu beginnen.

Bernbeurens Bürgermeister Martin Hinterbrandner sah die Neuanschaffung als weiteren Beitrag zum Schutz für die Bevölkerung, für den auch die Bernbeurer viel beigesteuert haben. „Leider kommt der Feuerwehrler als Held und Retter in der Öffentlichkeit nicht so oft vor“, bemängelte Hinterbrandner gerade das Verhalten Dritter an Unfallstellen oder bei Einsätzen. Umso dankbarer sei er deswegen, „dass dies nun gesetzlich geregelt und härter durchgegriffen wird, damit Rettungskräfte nicht behindert werden.“

Kreisbrandinspektor Ludwig Fernsemmer bestätigte den Bernbeurern, „Ihr habt Euch sehr gut gerüstet“ und gab bekannt, dass das Fahrzeug künftig auch gemeindeübergreifend eingesetzt wird.

Kathrin Zillenbiehler

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