Schon beim Aufbaurundgang traf die Fördervereins-Vorsitzende Janina Feneberg (re.) interessierte Familien, die einen Spaziergang durch den Ort machten, um sich die Laternen anzuschauen
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Schon beim Aufbaurundgang traf die Fördervereins-Vorsitzende Janina Feneberg (re.) interessierte Familien, die einen Spaziergang durch den Ort machten, um sich die Laternen anzuschauen.

Statt eines Martinszugs gibt es in Bernbeuren einen Laternenweg

Förderverein bringt Licht in die dunkle Jahreszeit

Wie überall in Bayern auch, fällt der Martinsumzug heuer auch in der Auerberggemeinde Bernbeuren aus. Der Förderverein Kindergarten und Schule hat jedoch beschlossen, trotzdem eine Aktion für kleine Laternengänger zu organisieren.

Bernbeuren – Wenn schon nicht gemeinsam in einem großen Zug samt Heiligem Martin auf dem Pferd, so sollen die Kinder in Bernbeuren trotzdem eine Möglichkeit haben, mit ihren Lichtern durch die Dunkelheit zu laufen. Herausgekommen ist dabei ein Laternenweg, der zu Fuß rund 30 Minuten in Anspruch nimmt. 30 Minuten Zeit, die Familien gemeinsam unterwegs sind, in denen man sich Zeit füreinander nimmt und die als Ersatz für die so beliebte Tradition des Martinsumzuges dienen soll.

Rund 120 Laternen – teils aus den Jahren davor, aber auch Neugebastelte – sind dazu von der Vorstandschaft auf der Strecke verteilt worden. Die benötigten LED-Lichter mit Zeitschaltung von 16 bis 22 Uhr wurden gekauft, und per Plakat ging ein Aufruf an die Bernbeurer, „dass gerne noch weitere Laternen an der Runde dazu gehängt werden dürfen, ja sogar ausdrücklich erwünscht sind“, sagt Vorsitzende Janina Feneberg.

Mit den Kindern zusammen hat das Fördervereinsteam in Bernbeuren zahlreiche Laternen aufgehängt.

Mit allen Anwohnern wurde gesprochen, teilweise holten diese dann weitere Beleuchtungen verschiedenster Art aus ihren Kellern, und so strahlte der Weg schon am ersten Abend eine heimelige Wärme aus und ließ die Menschen zur Ruhe kommen.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass gleichzeitig per Mail und WhatsApp viel Lob und Dankbarkeit bei den Frauen des Vorstandsteams eintrudelte. Bereits am vergangenen Montag entdeckte Feneberg, dass viele weitere Laternen dazugekommen sind. Und eine Mama erzählte ihr, dass sie die Runde heute schon zum zweiten Mal laufe – einmal vor dem Abendbrot und einmal danach, und dafür wollte ihre Tochter dann unbedingt auch die Oma noch mitnehmen. Zusätzlich sind Gedichte und Texte sowie natürlich die Martinsgeschichte auf dem Weg zu finden.

Eine wirklich gelungene, bunte Aktion, die noch bis Sonntag, 15. November, auf der Strecke Lechweg – Füssener Straße – Kaufbeurer Straße – Schongauer Straße – hinter der Apotheke – Flurweg und Am Anger zu bewundern ist. Oder unkompliziert formuliert für alle, denen die Straßennamen nicht so geläufig sind: „Einfach den Lichtern folgen“.

Wer möchte, kann dem Förderverein eine Spende für die entstandenen Unkosten oder auch für die Finanzierung von Projekten überweisen. Aufgrund der Pandemie waren heuer kaum Einnahmen möglich, und die Grundschule plane derzeit beispielsweise, das Klettergerüst im Schulhof zu erweitern, um dort Sport im Freien machen zu können. Spendenkonto: Förderverein Bernbeuren (IBAN: DE15 7016 9509 0003 2300 90 bei der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel).

Kathrin Zillenbiehler

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