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Das Filserhaus in Bernbeuren steht unter Denkmalschutz.

Für den Schnitzerstadel wird es schon erstellt

Bernbeuren: Ein Denkmalkonzept auch  fürs Filserhaus?

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Für den Schnitzerstadel in Bernbeuren wird ein kommunales Denkmalkonzept erstellt. Ob das Projekt auch auf das Filserhaus ausgeweitet werden soll, wurde nun im Bernbeurer Gemeinderat debattiert. Bevor endgültig darüber entschieden wird, will sich der Bürgermeister aber genauer über die Umgriffe des Konzeptes informieren.

Bernbeuren – Das Filserhaus am Marktplatz in Bernbeuren soll neu genutzt werden. Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, hat der Bernbeurer Gemeinderat überlegt, ein kommunales Denkmalkonzept auf den Weg zu bringen, wie er es schon für den Schnitzerstadel entschieden hat (wir berichteten).

„Wir können unseren Bedarf äußern“, erklärte Bürgermeister Karl Schleich. Sei es eine Nahversorgung, eventuell eine Arztpraxis, Wohnungen für ältere Menschen oder eine Gastronomie, zählte Schleich Möglichkeiten auf. Das Denkmalkonzept sehe vor, dass der Gemeinderat Zielsetzungen vorgibt und sagt, was berücksichtigt werden soll. 

60 bis 80 Prozent Förderung

An dem Konzept, das laut Schleich mit 60 bis 80 Prozent gefördert wird, wirken allerdings nicht nur Gemeinde und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege mit – auch die Bürger sollen zwingend in die Planungen mit einbezogen werden. Im Rahmen einer „Zukunftswerkstatt“ können Wünsche diskutiert werden. 

Diese Einbeziehung sei durchaus sinnvoll, so Schleich. „Sie leben ja vor Ort, wissen, was gebraucht wird und sollen mitentscheiden, wo es hingeht.“

Außerdem könnten die recht konkreten Planungen, die mit dem Konzept verbunden sind, helfen, Investoren für Projekte zu finden. „Sie wissen, auf was sie sich einlassen – was das Denkmalamt mitmacht und was nicht“, so Schleich. 

Denn falls eine Gastronomie oder Nahversorgung im Schnitzerstadel oder Filserhaus realisierbar sind, solle das „jemand betreiben der sich auskennt – nicht die Gemeinde selbst“.

Nur für den inneren Ortskern

Bevor der Gemeinderat aber darüber entscheidet, ob ein Denkmalkonzept auf den Weg gebracht wird, will Bürgermeister Karl Schleich erst noch abklären, „welchen Umgriff das Konzept hat“. Nach Wunsch des Gremiums solle nämlich nur der innerste Ortskern erfasst werden. 

Unter anderem soll geklärt werden, ob das Gremium die Bereiche, zum Beispiel auf einer Karte, klar definieren darf. Die Abstimmung wurde vertagt. Das kommunale Denkmalkonzept wird wohl in der kommenden Sitzung noch einmal Thema sein.

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