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Über das Schicksal des Schnitzerstadels entscheidet am 26. September der Wissenschaftsausschuss im Landtag. In Bernbeuren ist eine große Mehrheit für den Abriss.

Petition im Wissenschaftsausschuss

Landtag entscheidet in acht Tagen über Schnitzerstadel

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Bürgermeister Martin Hinterbrandner hat es geschafft: Die an den Landtag gerichtete Petition zum Abriss des Schnitzerstadels wird noch in der laufenden Legislaturperiode vom zuständigen Wissenschaftsausschuss behandelt. Am Mittwoch, 26. September, wird es für die Bernbeurer ernst.

Bernbeuren/München – Der Ausschuss tagt am 26. September ab 9 Uhr öffentlich im Maximilianeum, Hinterbrandner malt sich und der Gemeinde eine 50:50-Chance aus. Wie berichtet, war dem Bernbeurer Bürgermeister in der vergangene Woche der Kragen geplatzt. Er war es leid, darauf zu warten, dass die Petition aus Bernbeuren endlich im Landtag behandelt wird. „Ich habe den Eindruck, dass man darauf spekuliert, dass wir einschlafen“, meinte Hinterbrandner und sprach von „einer Respektlosigkeit gegenüber dem Gemeinderat und der Firma Feneberg“. Letztere will bekanntlich den Supermarkt betreiben, der anstelle des Schnitzerstadels im Ort entstehen soll. Das Denkmalamt und mit ihm das Landratsamt machten dem Plan jedoch einen Strich durch die Rechnung. Der Stadel wurde gegen den Willen der Bevölkerung unter Denkmalschutz gestellt.

Einen guten Monat vor der Landtagswahl hat der Bürgermeister nun noch einmal alle Hebel in Bewegung gesetzt. Er schrieb alle Direktkandidaten aus dem Stimmkreis 131 Weilheim-Schongau an und bat um eine Stellungnahme zum Thema Schnitzerstadel. Einige Stellungnahmen stehen nun auf der Homepage der Gemeinde. Bis gestern tauchten dort die Beiträge von SPD (Dominik Streit), Bayernpartei (Regina Schropp), FDP (Martin Zeil) und Harald Kühn (CSU) auf. Streit und Schropp sprachen sich für Abriss und Neubau aus, Zeil für einen Weg zum Kompromiss, den der Wissenschaftsausschuss ebnen soll. Kühn versicherte, großes Verständnis für das Anliegen zu haben.

Schützenhilfe leistete einmal mehr auch der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler), der den Vorsitzenden des Wissenschaftsausschusses (Professor Michael Piazolo) bat, die Petition noch im September „abschließend zu behandeln und abzustimmen“.

Dazu kommt es nun tatsächlich in acht Tagen. Rathauschef Hinterbrandner wird natürlich dabei und bestens vorbereitet sein, versichert er. „Mit einer gewissen Hartnäckigkeit geht immer etwas“, freute er sich gestern über den Etappensieg. Bis zum 26. September will Hinterbrandner jetzt weiter in seinem Netzwerk für Unterstützung werben. Zu seinen alten Bekannten zählen nämlich auch Mitglieder des Wissenschaftsausschusses im Landtag: Zum Beispiel Bernd Kränzle (CSU) mit dem Hinterbrandner von 2002 bis 2008 im Augsburger Stadtrat saß, verrät der Bernbeurer Rathauschef. Diesen sieht der Bürgermeister auf seiner Seite. Ob allerdings die gesamte CSU, die auch im Ausschuss die absolute Mehrheit im Maximilianeum stellt, hinter der Bernbeurer Petition steht, bezweifelt der Rathauschef allerdings.

Immerhin: CSU-Direktkandidat Harald Kühn signalisiert zusätzliche Unterstützung: Unabhängig von der Petition, deren Ergebnis abzuwarten sei, habe er sich in dieser Angelegenheit persönlich unter anderen an Ministerpräsident Markus Söder gewandt und „um eine wohlwollende sowie zeitnahe Prüfung des Anliegens der Gemeinde gebeten“, schreibt Kühn in seiner Stellungnahme an den Bürgermeister.

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