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Beeindruckende Bühnenpräsenz: Rund 60 Musiker stark ist die Musikkapelle Bernbeuren, die jetzt in der voll besetzten Auerberghalle zu ihrem Frühjahrskonzert aufgespielt hat. 

Musikkapelle Bernbeuren

Musikkapelle Bernbeuren mit musikalischer Frühlingsblumenmischung

„Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals so viele Besucher hatten“, sagte Florian Hipp, der Vorsitzende der Musikkapelle Bernbeuren, erfreut. Für das traditionelle Frühjahrskonzert in der Auerberghalle in Bernbeuren hatten die Musiker für 350 Plätze gesorgt. Aber bis kurz vor Konzertbeginn wurden noch fleißig weitere Stühle herbeigeschafft. Es war ein Rekordbesuch.

Bernbeuren – Die Musikkapelle Bernbeuren hat beinahe 60 Mitwirkende. Und sie ist eine der fleißigsten Blasmusikkapellen im Umkreis, so Manfred Karlinger, der wie gewohnt als informativer Ansager tätig war. So erfuhr das Publikum, dass die Kapelle im vergangenen Jahr neben all ihren anderen Auftritten auch an drei Marschwertungen teilgenommen hat, die alle ausgezeichnet abgeschlossen wurden.

Auch die Jugendarbeit wird groß geschrieben im Verein. Fünf junge Musiker schlossen erfolgreich das Leistungsabzeichen D1 ab, einer das D2. So war es verständlich, dass der Erlös der Spenden des Konzertes der Förderung der Jugendarbeit zugute kommt. „Es ist uns beispielsweise wichtig, dass wir unseren Jungmusikern das Instrument kostenlos zur Verfügung stellen“, sagte Hipp in seiner Dankesrede. Eine gute Zusammenarbeit ist laut Hipp immer wichtig. So habe man sich einiges Schlagwerk wie eine große Pauke, einen Gong und eine Röhrentrommel von anderen Musikkapellen aus der Umgebung ausleihen dürfen.

Und diese Instrumente kamen auch wunderbar zum Einsatz an diesem über zweistündigen Konzertabend. Seit Dezember hatte man heftig geprobt und präsentierte eine bunte, musikalische Frühlingsblumenmischung. Das Motto der Blasmusikkapelle Bernbeuren in diesem Jahr war gut gewählt: „Bis zum Horizont und weiter“ hieß es da, frei nach einem Lied und einem ebenso benannten Musical von Udo Lindenberg. Ein Potpourri daraus wurde als letztes offizielles Stück geboten.

Begonnen hatte man mit der „Fanfare for a new horizon“ von Thomas Doss. Ein Stück, das den Fortschritt und das Entdecken neuer Ausblicke musikalisch darstellt. Neue Ausblicke und Herausforderungen sucht diese disziplinierte und hochkonzentriert spielende Musikkapelle immer wieder. Nur so ist die große Bandbreite ihrer Musik zu erklären. Immer bereit, dem Publikum auch Überraschungen zu liefern, präsentierten die Bernbeurer neben Märschen und Polkas Stücke, die man so gar nicht erwartet in dieser Musikszene.

In der Ouvertüre der komischen Oper „Fra Diavolo“ von Daniel Francois Auber wurde bei rasanten Tönen ein Räuber gejagt, bei „Pacific dreams“ von Jacob de Haan reiste man mit einem Spanier bei entsprechender musikalischer Begleitung nach Australien.

Fetzige Töne rauschten nach der Pause durch die Halle. „September“ von der amerikanischen Band „Earth, Wind and Fire“ hörte man. Ein Medley bekannter Songs der schwedischen Gruppe ABBA stand ebenso auf dem Programm. Und großer Jubel herrschte nach dem Stück „In the mood“ von Glenn Miller, bei dem die Musiker und das Publikum gleichsam ihren Spaß hatten. Ohne Zugaben durften die Musiker dann nicht nach Hause. Und der „Bernbeurer Jubiläumsmarsch“, den Ehrendirigent Ignaz Keck komponiert hat, schloss den Rahmen. 

Regina Wahl-Geiger

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