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Kämmerer Maximilian Moll hat in Bernbeuren gekündigt.

Nach nur eineinhalb Jahren

VG Bernbeuren verliert nächsten Kämmerer

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    Jörg von Rohland
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Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Bernbeuren steht ab 1. April wieder ohne Kämmerer da. Nach nur eineinhalb Jahren in der VG hat sich der junge Maximilian Moll einen neuen Job gesucht. Die Gründe dafür will er (noch) nicht nennen. Für die Gemeinden ist jetzt guter Rat teuer.

Bernbeuren – „Der Job macht mir Spaß, es sind sehr tolle Aufgaben“, sagt Maximilian Moll zu seinen Aufgaben als Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Bernbeuren, zu der bekanntlich auch die Gemeinde Burggen gehört. Dennoch hängt der junge Mann, der als 22-Jähriger den verantwortungsvollen Posten im Rathaus übernommen hatte, Ende März den Job an den Nagel. „Gewisse Gründe“ haben dazu geführt, sagt er, ohne sie zu nennen. „Vielleicht zu einem gegebenen Zeitpunkt“, stellt er in Aussicht. Der Schritt sei jedenfalls „wohl überlegt“. Moll hat zum 1. April schon einen neuen Job in der Tasche, wo und bei wem, will er auch (noch) nicht sagen.

Bürgermeister und VG-Vorsitzender Martin Hinterbrandner wurde von der Kündigung überrascht. „Über die Beweggründe spekuliere ich nicht“, macht der Rathauschef klar, der dem jungen Kollegen, dessen Schritt aber nicht übel nimmt. Zwar weiß auch Hinterbrandner nicht, wohin Molls neuer beruflicher Weg führt. „Aber man kann es ihm nicht verdenken, dass er wechselt, wenn er diese Möglichkeit hat.“ Die guten jungen Leute könnten sich alles aussuchen, eine kleine Gemeinde könne da nicht mithalten, weiß Hinterbrandner.

Moll hatte am 1. Juli 2017 den Job als Kämmerer angenommen. Davor war der gelernte Bankkaufmann schon als Privatkundenberater beider VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu tätig. 2016 war der gebürtige Marktoberdorfer für ein Jahr nach München gezogen und absolvierte über die Industrie- und Handelskammer (IHK) den allgemeinen Wirtschaftsfachwirt. „Ich wollte mich breiter aufstellen und hatte auch vor, einen neuen beruflichen Weg einzuschlagen“, sagte er damals den SN. Und der Weg führte ihn schneller als gedacht nach Bernbeuren.

Dort muss man sich jetzt ebenfalls früher als gedacht nach einer Alternative umsehen. Aufgrund des Fachkräftemangels sei die Neubesetzung eine große Aufgabe, weiß VG-Chef Hinterbrandner. „Das wird nicht von heute auf morgen gehen.“ Molls Aufgaben übernehmen werden dem Rathauschef zufolge zunächst der Geschäftsleiter Martin Neuber zusammen mit Elisabeth Keck aus dem Bauamt. Wie es langfristig weitergeht, dafür liegen laut Hinterbrandner vier Lösungsmöglichkeiten auf dem Tisch. Welche es wird, weiß er noch nicht. Freilich werden auch sein Stellvertreter, Burggens Rathauschef Joseph Schuster, und die übrige VG-Versammlung ein Wörtchen mitreden.

Mit ihren Kämmerern hatte die VG zuletzt kein Glück. Molls Vorgänger Joachim Maitz hatte in Bernbeuren ein nur sehr kurzes Gastspiel gegeben. Er war der Nachfolger von Kämmerer Florian Budschied, der 2016 nach sechs Jahren Amtszeit nach Biessenhofen gewechselt war, um dort wiederum den Kämmerer-Posten zu übernehmen.

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