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Noch ist die Theke leer, doch Bürgermeister Martin Hinterbrandner hofft auf Eröffnung Ende Oktober.

Neuigkeiten aus Bernbeuren

Bernbeurer Dorfladen soll Ende Oktober öffnen

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Der Aufbackofen soll schon Ende dieser Woche geliefert werden, ab Mitte des Monats können die vier Angestellten losstarten und sich auf die Eröffnung des Dorfladens vorbereiten. Diesen will die Gemeinde betreiben als Übergangslösung für einen künftigen Lebensmittelmarkt, um bis dahin die Nahversorgung im Ort sicherzustellen – vorerst für ein Jahr.

Bernbeuren Nach der Schließung der ehemaligen Bäckerei Heiligensetzer hat die Gemeinde Bernbeuren die Sache selbst in die Hand genommen. Mit Karl Heiligensetzer als Vermieter für das Ladengeschäft samt Lager sei man sich rasch einig geworden, berichtet Bürgermeister Martin Hinterbrandner. „Ich bin froh, dass wir uns so gut begegnen können.“ Den Schlüssel hat Hinterbrandner bereits in der Hand. Die Ladeneinrichtung wurde entweder mitgemietet oder abgelöst. Auch die Mitarbeiterinnen, alle Teilzeitkräfte der ehemaligen Bäckerei, stehen in den Startlöchern und beginnen ab Mitte des Monats offiziell mit ihrem Dienst – diesmal als Angestellte der Gemeinde.

Dass es nicht so einfach ist, wie es aussieht, haben alle Beteiligten erfahren. „Da steckt viel im Detail, wir können ja auch nicht einfach eine Kasse aus dem Kinder-Spielzeugladen hereinstellen“, lacht Hinterbrandner. Ob Bestellungen, Öffnungszeiten oder Technik, man habe alles auf rechtlich gute Füße gestellt. Bei der Logistik steht die Firma Feneberg mit ihrem Know-how zur Seite, von der Feneberg-Landbäckerei kommen auch die Backwaren. Diese werden zum Teil fertig mit angeliefert oder vor Ort aufgebacken – wie das geht, sollen die Mitarbeiterinnen in Kürze lernen.

Gerade über die Damen ist Hinterbrandner sehr froh, kennen sie doch nicht nur den Ort, sondern vor allem die Wünsche der Kunden, die vorher schon im Laden von Karl Heiligensetzer eingekauft haben. Manches werde jedoch anders aussehen – „wir müssen einfach Kompromisse eingehen“ –, aber beispielsweise mehrerlei Pommes Frites in der Tiefkühltruhe anzubieten, sei ja vielleicht auch nicht notwendig, verdeutlicht Hinterbrandner. Es gehe um die Grundversorgung wie Nudeln, Zucker, Mehl, Milch, Joghurt, Eier, auch Tiefkühlkost und andere Waren als Ergänzung. Bei Wurst und Fleisch wolle man sich hingegen zurückhalten, schließlich gibt es das frisch in der gegenüberliegenden Metzgerei. Nicht im Angebot sein werden auch Obst und Gemüse. Dieses gibt es derzeit einmal wöchentlich beim Schnitzer-Parkplatz, was auch so bleiben soll. „Das können wir nicht bieten.“

Geöffnet wird, sobald alles gut vorbereitet ist, Hinterbrandner geht davon aus, dass dies spätestens Ende Oktober sein wird, will sich jedoch noch nicht genau festlegen. Nach wie vor funktioniere ja auch die Versorgung mit der mobilen Bäckerei hervorragend – diese ist vier mal wöchentlich vormittags am Ort. Dies reiche jedoch zum einen nicht aus, zum anderen sei befürchtet worden, dass dies mit Wintereinbruch für den ein oder anderen Kunden beschwerlich werde.

In der ehemaligen Bäckerei eröffnet die Gemeinde nun einen Dorfladen, ein Name dafür wird noch gesucht.

Was dem Gemeinderat wichtig ist, wie jüngst in einer Sitzung auch Vizebürgermeister Markus Socher betonte: Der Dorfladen soll nur eine Übergangslösung sein. Zunächst vorsichtshalber einmal für ein Jahr, dann bis zur Eröffnung des geplanten Fenebergmarktes auf dem Schnitzerareal. Tagtäglich warte man auf einen Bescheid aus dem Landratsamt in Sachen Abrissgenehmigung des Eiskellers. „Jetzt wird es Zeit für eine Entscheidung, dazu, Farbe zu bekennen“, macht Hinterbrandner die Dringlichkeit deutlich. Sowohl die Sommerpause als auch die Bundestagswahlen, die eine Entscheidung eventuell verzögert hätten, seien vorbei. Auf Anfrage heißt es im Landratsamt, dass die Bundestagswahlen nichts mit einer Verzögerung zu tun hätten. Der Sachbearbeiter sei noch im Urlaub, aber in der kommenden Woche zurück. „Wir sind gehalten, zeitnah zu entscheiden, aber der Sachverhalt muss gründlich geprüft werden“, so Friedrich von der Mülbe.

Was außer der Entscheidung aus dem Landratsamt noch fehlt, ist übrigens ein Name für den neuen Dorfladen, man könne ihn schlecht „Notladen“ nennen, das sei natürlich auf keinen Fall akzeptabel, so Hinterbrandner. Ob es auch namentlich ein Dorfladen bleibt oder dieser ein Lädle oder gar Gemeindeladen wird – Ideen sind gesucht. Noch prangt über dem Schaufenster schlicht der Name der ehemaligen Bäckerei.

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