Stellwerksstörung am Ostbahnhof: Erhebliche Beeinträchtigungen im gesamten S-Bahn-Netz

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Hofft auf geballte Unterstützung: Bernbeurens Bürgermeister Martin Hinterbrandner (l.) wurde bei der Petitions-Abgabe an Barbara Stamm von (v.r.) Bernhard Pohl, Florian Streibl und Harald Kühn unterstützt.

Bernbeurer übergeben petitio

Landtag soll bei Schnitzer-Stadel helfen

Persönlich hat Bernbeurens Bürgermeister Martin Hinterbrandner jetzt eine Petition zum Abriss des Schnitzerstadels an Landtagspräsidentin Barbara Stamm übergeben.

Bernbeuren Insgesamt 1200 Bürger hatten die Petition unterzeichnet. Der erst während des Verfahrens unter Denkmalschutz gestellte Stadel muss abgerissen werden, damit dort ein Feneberg-Markt entstehen kann. Bei einem Bürgerentscheid hatte sich mit 97 Prozent die überwältigende Mehrheit der Bürger dafür ausgesprochen.

Den Termin bei der Präsidentin hatte der Allgäuer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler) ermöglicht. Mit der Petition wollen die Bürger der Gemeinde erreichen, dass der Landtag auf die Erteilung einer Abbruchgenehmigung drängt. Sie ist Voraussetzung für die Errichtung des Verbrauchermarkts, der zur Nahversorgung der ortsansässigen Bevölkerung benötigt wird. Der Denkmalschutz sperrt sich momentan noch dagegen. „Es ist für die Gemeinde Bernbeuren definitiv ein Glücksfall, dass ein Investor gemeinsam mit der Firma Feneberg, einem Handelsunternehmer aus der Region, diese Versorgungslücke schließen will und dabei noch zusätzlich den denkmalgeschützten Traditionsgasthof sanieren wird. Da es mitten im Dorf geschieht, wertet es den Ortskern erheblich auf“, betonte Hinterbrandner.

Pohl verweist auf die Ziele, die der Landtag im Rahmen der Landesplanung definiert hat und die eine Stärkung der Ortskerne vorsieht. „Wenn ein historisches Gasthaus saniert wird und daneben ein kleiner Einkaufsmarkt entsteht, ist dies nichts anderes als ein Vorzeigeprojekt für ganz Bayern.“ Hinterbrandner und Pohl haben auch mit dem Denkmalschutz intensive Gespräche geführt: „Wir versuchen natürlich weiterhin auf allen Ebenen, unser Ziel zu erreichen. Wir meinen aber, dass sich der Landtag dieser Sache annehmen sollte.“ Er habe eine Enquete-Kommission für gleichwertige Lebensverhältnisse eingesetzt, „deren Empfehlungen genau in unsere Richtung gehen. Somit haben die Parlamentarier mit der Billigung unserer Petition die einmalige Chance, das, was sie in der Theorie diskutieren, auch praktisch zur Umsetzung zu verhelfen“, sagte Hinterbrandner.

Bei der Übergabe der Petition waren neben Hinterbrandner und Pohl auch die Landtagsabgeordneten Harald Kühn (CSU) und Florian Streibl (FW) dabei, um ihre Unterstützung zum Ausdruck zu bringen.  sn

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