Pfarrer Joachim Schnitzer zieht sich im Herbstin den Ruhestand zurück.

Pfarreiengemeinschaft Bernbeuren

Pfarrer Schnitzer darf vorzeitig in Ruhestand gehen

Diese Nachricht ist für die Pfarreiangehörigen in Bernbeuren, Burggen, Tannenberg und Ingenried völlig überraschend gekommen: Ihr langjähriger Pfarrer Joachim Schnitzer geht vorzeitig in Ruhestand und beendet seine Seelsorgetätigkeit im Auerbergland zum 31. August dieses Jahres.

Bernbeuren/Burggen – „Dass unser Pfarrer gesundheitlich angeschlagen ist, das wussten wir, aber dass er jetzt so schnell aufhören würde, damit haben wir nicht gerechnet“, sagt die langjährige Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Bernbeuren, Margret Natzeder. „Wir sind traurig, dass unser Pfarrer uns verlässt, aber auch dankbar dafür, was er für uns in den vergangenen 24 Jahren alles getan hat“, fügt Natzeder hinzu. „Und wir wünschen ihm, dass er im Ruhestand wieder völlig gesund wird.“

Mehr als zehn Jahre war Joachim Schnitzer auch für die Pfarrei in Ingenried zuständig. „Das war ein Schock, als wir erfahren haben, dass unser Pfarrer aufhört“, sagt Petra Rieger, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Ingenried. Auch sie bedankt sich für die tolle Zusammenarbeit und zeigt gleichzeitig Verständnis für Schnitzers Rückzug. „Das muss man akzeptieren, die Gesundheit geht schließlich vor.“

„Seit Mitte letzten Jahres fühle ich mich zunehmend durch meine nachlassende Gesundheit von meinen Aufgaben überfordert“, hatte Pfarrer Schnitzer im neuesten Pfarrbrief mitgeteilt und dies zuvor auch in den vier Pfarreien verkündet. Seine Hoffnung, sich in einer ausgiebigen Kur zu regenerien, sei nicht in Erfüllung gegangen, denn schon bald habe er gemerkt, dass er auf Dauer nicht mehr in der Lage sei, eine Pfarreiengemeinschaft zu leiten. Deshalb habe er bereits im Januar den Bischof in Augsburg um vorzeitige Versetzung in den Ruhestand gebeten. Dies sei per Dekret jetzt gewährt worden.

„Dieser Schritt ist mir sehr schwer gefallen, da ich mich in meiner Pfarreiengemeinschaft sehr wohl fühle“, teilt Pfarrer Schnitzer mit. Bereits jetzt schon bedankt er sich bei allen Mitgliedern der Pfarreiengemeinschaft für das harmonische Miteinander, das er in Bernbeuren, Burggen, Tannenberg und Ingenried erleben durfte. Und er fügt noch eine Bitte hinzu: „Nehmen Sie meinen Nachfolger ebenso herzlich auf wie mich“, wünscht sich der 67-jährige Seelsorger, der ins Frankenland umziehen wird.

Auch Prodekan Karl Klein aus Altenstadt hat großes Verständnis, dass Pfarrer Schnitzer („ein freundlicher, bescheidener, gütiger und überall geschätzter Seelsorger“) die Notbremse zieht. „Wenn er solange weitermacht, bis er nicht mehr kann und seine Gesundheit ruiniert ist, hat ja niemand etwas davon“, so der Prodekan, Im Namen aller Mitbrüder und Mitarbeiter wünscht er Schnitzer von Herzen viel Gesundheit, Glück und reichen Segen für seine Zukunft und dass er einen schönen Platz für seinen Ruhestand finden möge.

PS: Einen Nachfolger gibt es bereits. „Der Name ist aber noch top secret, schließlich soll er die Gelegenheit haben, seinen Wechsel selber zu verkünden und sich in den neuen Pfarreien vorzustellen“, so der Prodekan.  mg

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schlechte Nachricht für viele Peitinger
Auf Geld aus dem Härtefallfonds hofften die Anlieger der Peitinger Bahnhofstraße. Der Großteil jedoch dürfte durchs Raster fallen.
Schlechte Nachricht für viele Peitinger
167 Soldaten am Marienplatz in Schongau vereidigt
Unter anderem 150 Lehrgangsteilnehmer der zweiten Kompanie des Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillons 3 haben in Schongau ihren Fahneneid abgelegt. Der militärische …
167 Soldaten am Marienplatz in Schongau vereidigt
Schongauer Grundschüler starten in neuen Räumen
Nach den Osterferien können die Schongauer Grundschüler ihre neuen Räumlichkeiten in Beschlag nehmen. Der Umzug ist soweit möglich abgeschlossen, die Container …
Schongauer Grundschüler starten in neuen Räumen
Wo „Wesselmänner“ in Peiting noch stehen dürfen
Nachdem der Peitinger Marktgemeinderat kürzlich eine Sondernutzungssatzung erlassen hatte, um die Zahl der Wahlplakate im Gemeindegebiet zu beschränken, ging es in der …
Wo „Wesselmänner“ in Peiting noch stehen dürfen

Kommentare