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Diskussion zur Tourismusvereinöffnung: Wegen Regens fand die Informationsrunde des Bernbeurer Tourismusvereins in der Tenne des Filserhauses statt. 

Tourismusverein Bernbeuren

Motivierte für Neuausrichtung gesucht

Es ist bereits ein gutes Jahr her, dass der Tourismusverein Bernbeuren zwei Anläufe gebraucht hat, um eine Vorstandschaft wählen zu können. Die Findungsphase sei nun abgeschlossen.

Bernbeuren – Jetzt gehe es darum, den Tourismusverein aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen zu öffnen und neu zu positionieren, sagte Vorstandsmitglied Barbara Zach bei der jüngsten Versammlung.

Der Tourismusverein sehe sehr wohl, dass es immer weniger Vermieter im Ort gebe, Zimmer oft über das Internet gesucht werden und sich die Aufgaben ändern. Als zentraler Gedanke stand daher auch auf einer Flipchart „Was den Gästen gut tut, tut den Bernbeurern gut“.

Bürgermeister Martin Hinterbrandner fragte in die Runde, wer von den Anwesenden nicht auch regelmäßig die Feuersteinschlucht- oder die Haslacher See-Runde laufe. Vorsitzender Michael Schilling erläuterte das Ergebnis der Vermieter- und Gästebefragung, bei der ebenfalls deutlich wurde, dass den Gästen die gleichen Dinge wichtig sind wie den Einheimischen: „Spielplatz, Gastronomie, Einkaufsladen und vieles mehr ergeben eine 100-prozentige Deckung“, so Schilling.

Im weiteren Verlauf wurden Karten verteilt, auf denen die Versammelten ihre Vorstellungen und Ideen zum Thema notieren konnten, wobei die Bereiche Gastronomie und Öffentlichkeitsarbeit am meisten Bewertungspunkte bekamen. Dicht gefolgt von Kulturangeboten und Ortsbildaktionen.

Einheimische wie Urlauber beklagen sich, dass man in der Gemeinde unter der Woche mittags nirgendwo zum Essen gehen kann. Ein kleiner Lichtblick könnte hier die kürzlich stattgefundene Wiedereröffnung des Doldewirts sein. Aber auch ein Café fehle, und Zach stellte daher die Frage, ob dies nicht im Kleinen von Dorfbewohnern als eine Art Bürger-Café versucht werden könne.

Weitere Punkte waren die Badesituation am Haslacher See, ein zweiter Wanderweg zur ehemaligen Burg, Patenschaften für bestimmte Tätigkeiten oder Plätze sowie ein gemeindeinterner Wettbewerb in Richtung „Unser Dorf soll noch schöner werden“. Dass bis dato bereits die Bepflanzung der Ortseingänge, das Ausmähen der Wanderbänke und zahlreiche andere Pflegearbeiten von Bernbeurern ehrenamtlich geleistet werden, verdiene großes Lob.

Nach Auskunft von Geschäftsführerin Angela Schweiger besteht der Bernbeurer Tourismusverein derzeit aus rund 30 aktiven und ebenso viel passiven Mitgliedern. Künftig könnte er „als Plattform zur Mobilisierung dienen“, hofft Schilling.

Das weitere Vorgehen der Interessierten wären nun Treffen zu den einzelnen angesprochenen Punkten. Jeder Bernbeurer sei dazu herzlich eingeladen, und wer noch dazustoßen möchte, könne sich laut Vorstandschaft jederzeit im Tourismusbüro über die nächsten Termine informieren.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit am Veranstaltungsabend wurde die Namensfindung für eine eventuelle Umbenennung des Tourismusvereins nicht mehr andiskutiert. Wer jedoch einen Vorschlag habe, könne diesen ebenfalls an das Tourismusbüro weiterleiten – persönlich oder per Mail an info@bernbeuren.de. 

Kathrin Zillenbiehler

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