Die beiden Verkehrserzieher der Polizei Thomas Fuchs (li.) und Hansjörg Pfaller (3.v.li.) demonstrierten den Viertklässlern samt Rektor Thomas Eusemann (2. v. li.) und Klassenleiter Daniel Itzenhäuser (rechts hinten) die Gefährlichkeit des „Toten Winkels“.
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Die beiden Verkehrserzieher der Polizei Thomas Fuchs (li.) und Hansjörg Pfaller (3.v.li.) demonstrierten den Viertklässlern samt Rektor Thomas Eusemann (2. v. li.) und Klassenleiter Daniel Itzenhäuser (rechts hinten) die Gefährlichkeit des „Toten Winkels“.

Praxis-Unterricht in den Grundschulen

Wegen Corona: Praktische Verkehrserziehung vor Ort

In der Corona-Krise musste jetzt auch die Verkehrserziehung in den Grundschulen neue Wege gehen. Statt an die Jugendverkehrsschule zu fahren, kamen die Verkehrserzieher zu den Klassen. Ein Ortsbesuch in Bernbeuren.

Bernbeuren – In der vierten Klasse steht die Verkehrserziehung samt theoretischer und praktischer Fahrradprüfung an. Hierfür fahren die Schüler normalerweise für vier Doppelstunden zur Jugendverkehrsschule des Landkreises nach Peißenberg. Heuer konnten dort wegen Corona zahlreiche Kinder keinen praktischen Unterricht erhalten. Das Polizeipräsidium hat für diese Fälle die beiden Verkehrserzieher Thomas Fuchs und Hansjörg Pfaller beauftragt an die Schulen zu fahren und dort zumindest einen kleinen Bereich mit den Schülern durchzumachen. Stolze 72 Halbklassen haben die beiden Beamten in ihrem Terminkalender stehen, da die Klassen derzeit geteilt unterrichtet werden.

Ein wichtiges Anliegen ist den beiden Polizisten der „Tote Winkel“, der immer wieder zu tödlichen Unfällen mit Radfahrern führt. Zur besseren Veranschaulichung wurde beim Unterricht an der Grundschule in Bernbeuren eine orange Plane ausgerollt, um zu zeigen wie groß dieser Bereich tatsächlich ist. Die Kinder durften dann einzeln umhergehen und mussten versuchen, den Fahrer im Inneren des Transporters durch die Scheibe oder durch den Spiegel zu sehen. Aufmerksam spielten die Kinder das Szenario durch und ein Junge meinte abschließend „wenn es dann noch dunkel ist oder regnet, sieht man gar nichts mehr“.

Rektor Thomas Eusemann konnte den Fleiß der Klasse bestätigen: Alle Kinder haben die theoretische Prüfung bestanden, der Unterricht hierfür konnte in der Schule regulär durchgeführt werden. Um das Fahren selbst etwas zu üben, hatte der Förderverein auf den Schulhof einen Parcours aufgemalt und alle Kinder hatten ihre frisch auf Verkehrssicherheit geprüften Räder samt Helm mit in die Schule gebracht.

Kathrin Zillenbiehler

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