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Die Baustelle in Bernbeuren von Süden her kommend.

Zwischenbilanz

Sanierung der Bernbeurer Ortsdurchfahrt liegt im Zeitplan

Seit Anfang August wird die Kreisstraße WM 3 in Bernbeuren im Bereich der Schongauerstraße vom ehemaligen Gasthaus Schnitzer bis zum Ortsausgang Richtung Burggen saniert. Das Problem, dass sich viele Verkehrsteilnehmer nicht an die Umleitungsschilder halten, besteht leider weiterhin.

Bernbeuren – Auf Nachfrage beim Staatlichen Bauamt in Weilheim erklärt Peter Reichert, dass in den nächsten Tagen der Abschluss der Tiefbauarbeiten an der Bernbeurer Ortsdurchfahrt vorgesehen ist. Die Entwässerungsanlage unter der Straße ist dann erneuert, Stromkabel sind angepasst, etwaige Leerrohre und andere Kabel verlegt. „Darauf folgt der Austausch des anstehenden Bodenmaterials gegen einen frostsicheren Straßenaufbau“, so Reichert weiter.

Danach werde mit den Pflasterarbeiten und dem Setzen der Rinnen begonnen, „so dass man Ende Oktober/Anfang November auch optisch etwas sieht“. Die Baufirma sei hinsichtlich des Zeitplans optimistisch: Auf der Teilstrecke vom Autohaus Heuberger bis zum Ortsende werde nur abgefräst, um die Fahrbahndecke zu erneuern.

Gerade für die Anwohner im nördlichen Teil des Dorfes eine echte Belastungsprobe. Denn: Während in der Bayernstraße die Zufahrt großteils geregelt ist, kommen die Bewohner der Frühlingsstraße nur durch die Baustelle hindurch zu ihren Grundstücken, aber die Absprache mit der Baufirma funktioniere.

Der allgemeine Tenor lautet hier: „Man hat solange darauf gewartet, dass was an der Kreisstraße gemacht wird, dann darf man jetzt nicht jammern.“ Und eine Anwohnerin fährt fort: „Man muss selber auch vernünftig sein und das Auto, wenn es nicht dringend notwendig ist, außerhalb der Baustelle parken, dann geht das schon.“

Die Baustelle in Bernbeuren am Ortseingang von Burggen her kommend.

Josef Zimmer, der in der Bayernstraße wohnt, berichtet von einem einwöchigen Ausfall des Telefons samt Internet und auch, dass man bei Regen in den Schlaglöchern nicht sieht, ob man durch die Pfütze fahren kann oder ob das Auto Schaden nimmt. Mit seiner Schwerbehinderung ist er jedoch darauf angewiesen, mit dem Auto an sein Grundstück zu kommen.

Von ganz anderer Bedeutung ist die Baustelle für das Autohaus Heuberger, denn um den Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten zu können, müsse die Zufahrt gewährleistet sein. Dessen Marketingleiter Alexander Berndt hat an dieser Stelle aber nur lobende Worte für die verantwortliche Baufirma Haseitl, „denn der Austausch lief bis jetzt problemlos, und man wird gut über die Arbeiten informiert“. Wenig Verständnis zeigt Berndt aber für die Verkehrsteilnehmer, die von Schongau kommend drei Umleitungsschilder ignorieren und dann in der Baustelle wenden. Vor dem Autohaus landen sogar Lastwagen mit Anhängern oder Motorradfahrer, die versuchen, sich über den Bürgersteig zu zwängen.

Unerfreuliche Bilanz für die Firma Heuberger: ein zerstörter Werbepylon und zwei beschädigte Fahrzeuge. Die Polizeidienststelle Schongau wurde informiert, da die Unfallverursacher ihren Schaden nicht einmal meldeten, wobei in einem Fall ein Kennzeichen notiert werden konnte.

Auch auf der Strecke, die nur für die Linienbusse freigegeben ist, finden sich täglich zahlreiche Fahrzeuge, die dort nicht fahren dürften und die Busfahrer zur Verzweiflung bringen. Die Polizei war auch schon vor Ort.

Peter Reichert vom Staatlichen Bauamt bittet daher ausdrücklich darum, sich an die ausgewiesenen Umleitungen und Regelungen zu halten und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Wenn weiterhin alles nach Plan läuft und das Wetter mitspielt, kann der zweite Bauabschnitt im November abgeschlossen werden. Die dritte Phase beginnt dann nach dem Winter im Bereich der Füssenerstraße bis zum Ortseingang Richtung Lechbruck.

Kathrin Zillenbiehler

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