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Sogar am Boden mit Sitzkissen und Wolldecken verfolgten die zahlreichen Gläubigen die Osternacht in der Auerbergkirche.

Auf dem Auerberg

Jugendosternacht ein großer Renner

Bernbeuren - Es war dem Motto entsprechend „kaum zu glauben, aber es hat funktioniert“: Die Katholische Landjugend organisierte die 1. Jugendosternacht auf dem Auerberg und war am Ende einfach nur überwältigt, welch großer Andrang und welch positive Resonanz herrschte.

 Über 400 Jugendliche, junge Erwachsene und Interessierte füllten die Georgskirche bis auf den letzten Platz. Die Landjugend hatte für die nicht beheizte Kirche vorgesorgt und Sitzkissen und Wolldecken verteilt, so dass die Besucher auch auf dem Boden im Mittelgang und auf den Altarstufen Platz fanden. 16 zusätzlich aufgestellte Bänke im Kirchenschiff und Altarraum reichten nicht aus, so dass sich der Rest mit Stehplätzen zufrieden geben musste.

Wer den Auerberg kennt, weiß auch, dass die Parkplätze begrenzt sind. Nachdem die Gläubigen in der Kirche bereits dichtgedrängt standen, wies die Vorstandschaft die Einweiser an, die ankommenden Autos wieder ins Dorf zu schicken, denn dort begann etwas später ebenfalls eine Osternachtsfeier in der Pfarrkirche.

Bernbeurens Landjugend-Vorsitzender Christian Lieb konnte BDKJ-Diözesanpräses Pater Christoph Lentz aus Augsburg für die Zelebration der Messe gewinnen. Lentz lobte Lieb und sein Vorbereitungsteam, denn es brauche junge Leute, die Mut zu neuen Ideen haben und Sachen anpacken.

BDKJ-Diözesanpräses Pater Christoph Lentz zelebrierte die Osternacht, umrahmt von der Marktoberdorfer Band „Modern Tunes“ (Gruppe hinten).

Der Ablauf der Osternacht unterschied sich liturgisch nicht von der allgemein bekannten Feier, denn Osterfeuer, Wortgottesdienst, Tauferneuerung oder Eucharistie wurden natürlich ebenso abgehalten. Anders war aber beispielsweise die Aufbereitung der Lesungen, die textlich umgestaltet und mit Bildern, Geräuschen oder Lichtspielen unterlegt wurden.

Ein besonderer Einfall war zudem der Werbeclip für die „Jesus-App“, mit der ein Leben in Fülle gelingen solle. An Beispielen aus der Jetztzeit sollten die Texte die großteils jüngeren Zuhörer zum Nachdenken anregen und dass sie sich wieder intensiver mit dem Glauben beschäftigen. Dazu passte die Band „Modern Tunes“ aus Marktoberdorf, die ganz nach ihrem Leitspruch „Neuer Sound in alten Kirchen“ die Auerbergkirche auch musikalisch klanggewaltig in Schwingung brachte. Kleine Kerzen sorgten den Abend über für eine wohlige Atmosphäre.

Die Predigt von Pater Lentz führte den Anwesenden anhand von Bibelzitaten vor Augen, dass auch Jesus Angst hatte und angesichts seines Todes verzweifelt war. Aber diese Verzweiflungssätze seien von Christus immer gleich wieder mit einem tiefen Vertrauen in Gott entkräftet worden. Lentz stellte die Frage in den Raum, ob sich Jesus bei seiner Auferstehung vielleicht nicht auch gedacht hat: „Kaum zu glauben, es hat funktioniert“?

Bevor es wieder nach Hause ging, bedankten sich zahlreiche Besucher noch direkt bei den Organisatoren für den gelungenen Gottesdienst. Die Menschen kamen teilweise von weit her und sowohl das Ostallgäu wie das Oberland waren auf dem „Schwäbischen Rigi“ vertreten. Selbst aus Memmingen, Schwangau, Lechfeld oder Peißenberg zog der Abend Leute an.

Wer noch Lust hatte, konnte im Anschluss bei einer gemeinsamen Brotzeit die geweihten Speisen im Bernbeurer Pfarrstadl verzehren. Auch hierfür hatte die Landjugend mit Getränken und dekoriertem Saal alles vorbereitet, so dass dort immerhin noch rund 80 Jugendliche und Erwachsene die Osternacht verbrachten.

Kathrin Zillenbiehler

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