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Ortsrandlage Bernbeuren: Angrenzend an das Gewerbegebiet Straßfeld ist der Bau geplant.

Bauvoranfrage für Bernbeuren

Hallenwirt plant neues Gasthaus

Bernbeuren - „Wir hoffen, dass das die Gaststättenzukunft von Bernbeuren wird.“ Dies wünschte sich Bürgermeister Martin Hinterbrandner bei der Vorstellung einer Bauvoranfrage im Gemeinderat. Den Antrag hatte Auerberghallen-Wirt Bernhard Bißle (54) gestellt.

Wer in Bernbeuren Essen gehen möchte oder mit größerer Gesellschaft in einem besonderen Ambiente feiern, hat seine liebe Not. Von einst vier Gaststätten direkt im Ort blieb keine mehr übrig; nur die Auerberghalle steht offen, die sich aber als Sportgaststätte bei weitem nicht für alle Gelegenheiten eignet.

Wenn die Behörden mitspielen und alles nach den Plänen des Bauherrn geht, ist eine Lösung zumindest in Sicht: Bernhard Bißle, Wirt der Auerberghalle, plant, auf einem rund 1500 Quadratmeter großen Grundstück angrenzend an das Gewerbegebiet Straßfeld eine Gaststätte zu errichten. Eigentlich habe er nur eine große Küche für seinen Partyservice errichten wollen, verrät der 54-Jährige. Nun aber hat er seine Pläne geändert, zumal die Lage – „es sind keine Nachbarn in der Nähe“ – geradezu ideal sei. Neben der Küche für den Partyservice, Lager- und Kühlräumen soll das Gasthaus im Erdgeschoss mit zwei getrennten Gasträumen ausgestattet werden: Der eine Raum für rund 30 Personen, der Saal für rund 70 Gäste – nur durch eine bewegliche Wand miteinander verbunden und dadurch auch für eine noch größere Gesellschaft geeignet.

So lange Bißle das neue Gasthaus betreibt, möchte er gerne an den Freitagen, samstags, sonntags und an den Feiertagen geöffnet haben. Im Obergeschoss soll eine Betriebsleiterwohnung entstehen, die Bißle zunächst vermieten möchte, die dann aber, wenn er selbst sich aus dem Berufsleben zurückzieht, einem künftigen Betreiber der Gaststätte zur Verfügung steht. Sechs bis acht Jahre möchte er den Partyservice aber noch selbst betreiben.

Kein Geheimnis macht Bißle daraus, dass er, sollten seine Pläne verwirklicht werden können, dann in der Auerberghalle aufhören wird. Am liebsten wäre ihm ein nahtloser Übergang beispielsweise zum 1. Januar 2017. „Aber ich habe ja keine Ahnung, welche Hürden ich zu nehmen habe.“

Grundsätzlich ist das Areal im Flächennutzungsplan als Gewerbefläche ausgewiesen, hatte Bürgermeister Martin Hinterbrandner in der Sitzung die Hintergründe erläutert. Der Gemeinderat machte mit seiner Entscheidung den Weg frei, dass Bißle einen sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen kann. Dies bringt dem Antragsteller voraussichtlich einen zeitlichen Vorteil, dafür liegen auch die Planungs- und Erschließungskosten alleine bei ihm. Das Landratsamt hatte in einem Vorgespräch bereits signalisiert, dass das Vorhaben möglich sei, allerdings müsse hierzu ein kleiner Grundstückstausch stattfinden.

„Ideal ist eventuell etwas anderes“, ist sich Hinterbrandner darüber im Klaren, dass über den Standort für eine neue Gaststätte diskutiert werden wird. „Aber bauen Sie mal eine im Ort neu; jeder schreit danach, aber bloß nicht vor der eigenen Haustüre.“ Hinterbrandner: „Das ist jetzt deutlich mehr als eine Notlösung, aber ich habe die Hoffnung für die künftige Nutzung auch beim Gasthaus Schnitzer noch nicht aufgegeben".
Elke Robert

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