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Entsetzliche Gräueltat an Journalistin: U-Boot-Mörder Madsen flieht aus Gefängnis - Großeinsatz läuft!

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An ihm konnten sich die Bernbeurer viele Jahre erfreuen, jetzt liegt er in Trümmern: Der Dorfbrunnen an der oberen Langen Gasse war 1904 von Schongau in die Auerberg-Gemeinde gekommen, weil in der Stadt eine zentrale Wasserversorgung eingerichtet wurde. Sein Pendant steht noch im unteren Dorf.
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An ihm konnten sich die Bernbeurer viele Jahre erfreuen, jetzt liegt er in Trümmern: Der Dorfbrunnen an der oberen Langen Gasse war 1904 von Schongau in die Auerberg-Gemeinde gekommen, weil in der Stadt eine zentrale Wasserversorgung eingerichtet wurde. Sein Pendant steht noch im unteren Dorf.

Angetrunkener Autofahrer (19) hat ihn umgefahren - Blick in die Geschichte

Bernbeurer Dorfbrunnen wohl für immer zerstört

  • Jörg von Rohland
    vonJörg von Rohland
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Bernbeurens Bürgermeister Karl Schleich hat sich die Bescherung am Wochenende bereits angesehen: Der denkmalgeschützte gusseiserne Brunnen im oberen Dorf gibt ein trauriges Bild ab. Wie berichtet, hatte ihn am frühen Samstagmorgen ein betrunkener 19-Jähriger mit seinem Wagen gerammt.

Bernbeuren – Große Hoffnung, den Brunnen wieder herrichten zu können, hat der Rathauschef nicht. „Soweit ich das empfinde, ist es fast unmöglich, das zu reparieren“, meint Schleich. Er will jetzt zunächst einmal einen Gutachter zu Rate ziehen, der den materiellen Schaden beziffern soll. „Das wird bei einem denkmalgeschützten Brunnen natürlich sehr schwer“, weiß der Bürgermeister.

Wie berichtet, war der Brunnen 1904 mit einem zweiten von Schongau nach Bernbeuren gekommen. Je 150 Mark zahlte die Gemeinde damals dafür – ein Schnäppchen. Mesner Werner Maier, der unter anderem auch Beisitzer im örtlichen Museumsverein ist, hatte am Montag auf Anfrage sofort die Geschichte zu den Brunnen parat, die der Schongauer Josef Klöck seinerzeit aufgeschrieben hatte.

Bevor um die Jahrhundertwende in Schongau eine zentrale Wasserversorgung eingerichtet wurde, standen noch 14 Brunnen verteilt im gesamten Stadtgebiet, ist in den „Schongauer Heimatkundeblättern“ nachzulesen. Acht der gusseisernen Exemplare, von denen eines jetzt womöglich für immer zerstört ist, gehörten einer Serie an, die von der königlich Württembergischen Eisengießerei in Wasseralfingen geliefert worden war.

Der älteste Brunnen stammt aus dem Jahr 1857, der nun in Bernbeuren in Trümmern liegende aus 1862. Er war im Rahmen der Bernbeurer Dorferneuerung restauriert worden.

Erst im vergangenen Jahr ist sein Pendant an der Ecke Füssener Straße/Pfeifferstraße im Rahmen der Erneuerung der Ortsdurchfahrt wieder hergerichtet worden. Ein drittes, ebenfalls baugleiches Exemplar, war zur Jahrhundertwende von Schongau nach Burggen abgegeben worden.

Es diente bis 1983 als Viehtränke auf einer Weide nahe der Litzauer Schleife, bevor Schongau den Brunnen zurück in die Altstadt holte: Er steht heute noch auf dem Schlossplatz vor dem Landratsamt.

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