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Hans Brod, der Super-Blut-Spender. 

Besondere Ehrung

75 Liter Blut: Hans Brod, der Superspender

Schongau - Aus ganz Oberbayern wurden treue Blutspender geehrt. Spitze ist ein Mann aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen mit 175 Spenden, doch danach kommt gleich Hans Brod aus Schongau. 150 Blutspenden hat er in seinem Leben bereits geleistet, damit 75 Liter Blut gespendet – offiziell. Tatsächlich war es sogar noch mehr.

„Auf sechs Spenden im Jahr komme ich meistens schon“, erzählt der 69-jährige. Mehr ist aufgrund der 56-Tage-Regelung, die zwischen zwei Blutspenden liegen müssen, auch gar nicht möglich. Bei Frauen sind maximal vier Blutspenden pro Jahr zulässig.

„Das erste Mal habe ich mir Blut 1969 bei der Bundesmarine abnehmen lassen“, sagt Brod. Das zähle aber nicht zur Statistik des Blutspendediensts, berichtet der gebürtige Bremer. Erst seit 1972, nachdem seine Dienstzeit in Wilhelmshaven und Kiel geendet hatte und Brod nach Schongau zog, wird er als Blutspender in der Statistik des BRK geführt.

Alle ausgezeichneten Blutspender aus dem Landkreis Weilheim-Schongau brachten es auf 2675 Spenden.

„Die Anzahl ist mir dabei aber vollkommen unwichtig. Für mich geht es um die Sache an sich.“ Der Vater von vier Kindern möchte einfach anderen Menschen helfen. Darum weist er besonders darauf hin, warum das Blutspenden für alle so wichtig ist. Denn Blut kann nicht künstlich hergestellt werden und ist auch speziell aufbereitet nur sehr begrenzt – circa 42 Tage – haltbar. Darüber hinaus werden allein in Bayern rund 2000 Blutkonserven täglich benötigt. Die Spenden decken gerade so den Bedarf – erst in den Sommerferien hatte das BRK wieder eine Alarm-Meldung herausgegeben, dass die Blutkonserven zur Neige gehen.

Brod selbst möchte sich noch ein paar Jahre länger Blut für den guten Zweck abnehmen lassen – und darf das auch: „Das Alter für regelmäßige Spender wurde bei uns von 69 auf 73 angehoben“, vorausgesetzt die Gesundheit spielt mit. Aber damit hatte der Großvater von acht Enkelkindern noch nie Probleme. Der Aderlass tut ihm sogar richtig gut, versichert er.

Viermal die Woche Sport

Zu Hans Brods blendender Verfassung trägt aber sicher auch sein Lebensstil bei: Viermal die Woche Sport, meistens Laufband, Gewichte und Schwimmen stehen auf dem Programm. Der Speiseplan des Schongauers sieht morgens Müsli, ansonsten wenig Fleisch und Wurst, dafür viel Fisch, Käse, Obst und Gemüse vor. „Früher habe ich Fußball gespielt. Als ich das aufgehört habe, wog ich irgendwann mit 42 gut 90 Kilo. Da musste ich was machen“, scherzt Brod, denn es ist ihm sichtlich wohl bekommen.

Ein Ziel, was seine Spendenstatistik anbelangt, hat der Rentner nicht. Aber dafür noch einen weiteren guten Grund parat, um zur Blutspende zu gehen: „Als regelmäßiger Spender bekommt man einen kostenlosen ärztlichen Gesundheitscheck und Auskunft zu sämtlichen Werten. Und das Beste, die Ergebnisse liegen nach einer Woche auf dem Tisch.

Franziskus Reich

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